Hafenstopp in Peine

Mehr als eine Stahlstadt: Peine

Die niedersächsische Großstadt Peine hat knapp 50.000 Einwohner, liegt zwischen Braunschweig und Hannover und ist weithin vor allem für ihre Stahlindustrie bekannt. Doch Peine hat seinen Besuchern auch einen schmucken historischen Stadtkern, interessante Sehenswürdigkeiten und reizvolle Grünanlagen zu bieten. Die Lage am Mittellandkanal bringt mit sich, dass Peine auf Kanalkreuzfahrten, unter anderem von Nicko Cruises, angelaufen wird.

Die erste Urkunde, die von Peine zeugt, stammt aus 1130. Nach 1260 erhielt die Stadt als Besitz des Hochstiftes Hildesheim das Münzrecht. Ab 1390 wurde Peine um eine Neustadt vergrößert. Nach wechselhaften Jahrhunderten, die unter anderem einen Stadtbankrott im Dreißigjährigen Krieg und eine durch Bündnisse erfolgte Verwicklung in den Siebenjährigen Krieg zwischen Frankreich und Großbritannien mit sich brachten, war Peine zu Beginn des 19. Jahrhunderts nur noch ein kleines Städtchen im Königreich Hannover. Zeitgleich mit der Annektierung Hannovers durch Preußen begann ab 1866 die wirtschaftliche Blüte Peines während der Industrialisierung. 1872 wurde das erste Walzwerk errichtet, das Eisen nach dem Thomas-Verfahren zu Peine-Stahl veredelte. Der Strukturwandel seit den 1970er Jahren führte zwar auch in Peine zur Investition in neue Wirtschaftszweige, aber noch heute ist Peine mit einem der modernsten Elektrostahlwerke Europas eine Stahlstadt.

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Top Sehenswürdigkeiten

  • Historischer Marktplatz
  • Burgpark

Faktencheck Peine

  • Kultur: Kreismuseum Peine, Pfarrkirche „Zu den drei Engeln“, Sankt Jakobi Kirche, Hagenmarkt
  • Gärten/Parks: Burgpark, Stadtpark
  • Shopping: Fußgängerzone der Breiten Straße
  • Souvenirs: Pelikan Füllfederhalter (wird in Peine hergestellt), Peiner Bier
  • Kulinarisches: Buchweizenpfannkuchen, Grünkohl mit Pinkel und Speck

Rund um den sehenswerten Marktplatz von Peine

Der historische Marktplatz von Peine ist ein guter Ausgangspunkt für einen Spaziergang. Fachwerk- und Putzbauten aus dem 17. und 18. Jahrhundert umgeben den Platz. Auch das Alte Rathaus aus dem Jahr 1827 zählt zu den Bauwerken am Platz, das man auf Flusskreuzfahrten über Peine nicht verpassen sollte. Seit der Renovierung 1985 erfreut es mit einem Glockenspiel Besucher und Einheimische gleichermaßen. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört die katholische Pfarrkirche „Zu den drei Engeln“. In der 1867 im Stil der Neugotik erbauten Kirche ist ein Triumphkreuz aus dem 13. Jahrhundert zu bewundern. Farbige Decken- und Wandmalereien befinden sich in der evangelischen Sankt Jakobi Kirche. Sie wurde 1899 erbaut und 1994 restauriert. An der Kirchenfassade ist unter anderem das Wahrzeichen der Stadt, eine Peiner Eule, zu finden.

Mehrmals die Woche findet der Markt in Peine statt. Nach französischem Vorbild wurde der Hagenmarkt geplant und weist bis heute mit seinen sternförmig abgehenden Straßen eine besondere Anlage auf. Zwar wurde die ehemalige Burg von Peine im frühen 19. Jahrhundert abgetragen, aber dafür kann man durch den westlich vom Marktplatz gelegenen Burgpark flanieren. Er wurde im Jahr 2000 fertiggestellt  und bietet Erholung und Freizeitmöglichkeiten. Dank der Restaurierung strahlen Überreste der ehemaligen Befestigungsanlage, wie der Brückenbogen und Burggraben, heute in neuem Glanz. Mehr über die Geschichte der Burg kann man beim Flanieren auf kleinen Hinweistafeln erfahren. Sehr beliebt bei den Peinern ist auch der 4 Hektar große Stadtpark, der bereits 1884 und um einen See angelegt wurde.


Die Urheber weiterer Fotos in den wechselnden Angebotsteasern sind im Fotoverzeichnis des Impressums genannt.

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