Hafenstopp in Lehnitz

Erholungsort für Großstädter: Lehnitz in Oranienburg

Lehnitz liegt nördlich von Berlin in Brandenburg idyllisch am Lehnitzsee, der über Kanäle mit der Havel verbunden ist. 3.900 Einwohner nennen den Stadtteil von Oranienburg ihr Zuhause. Der Naturraum Zehdenick-Spandauer Havelniederung umschließt Lehnitz und lädt Naherholungssuchende zum Wandern und Fahrradfahren ein. Auch Flusskreuzfahrten von Nicko Cruises kommen in Lehnitz vorbei: unter anderem auf Boddenkreuzfahrten, die in Potsdam starten, als Havel Kreuzfahrt beginnen, dann durch den Havel-Oder-Kanal und die Oder in die Ostsee führen und in Stralsund ihr Ziel finden.

Die erste urkundliche Erwähnung von Lehnitz stammt von 1350. Bis ins 19. Jahrhundert hinein gehörte Lehnitz zum Amt Oranienburg. Dann erwarben die Brüder Grütter 1873 den Gutsbezirk und verwandelten Lehnitz in einen Erholungs- und Villenort. 1873 eröffnete in Lehnitz eine Badeanstalt, die zusammen mit einem Hotelrestaurant viele Besucher aus Berlin nach Lehnitz lockte. Der 1914 fertiggestellte Oder-Havel-Kanal brachte noch mehr Leben nach Lehnitz. Ab 1938 entstand die Waldsiedlung für Offiziere und Testpiloten der Luftwaffe. Das historische Ensemble aus 20 Einzelgebäuden aus Klinker steht heute unter Denkmalschutz. 2003 wurde Lehnitz in die Stadt Oranienburg eingemeindet.

Landausflug: bei einer Flusskreuzfahrt Oranienburg erkunden

Sehenswürdigkeiten

  • Schloss Oranienburg
  • St. Nicolai-Kirche
  • Lehnitzschleuse

Faktencheck Lehnitz/ Oranienburg

  • Natur: Zehdenick-Spandauer Havelniederung, Lehnitzschleuse
  • Garten: Schlosspark Oranienburg
  • Beste Aussicht: von der Aussichtsplattform der St. Nicolai-Kirche
  • Kulinarisches: Wild- und Fischgerichte

In Lehnitz die Perle des Nordens entdecken

Der Oranienburger Ortsteil Lehnitz wird auch „Perle des Nordens“ genannt und gilt wegen seiner Naturnähe als Erholungsgebiet. Sehenswert ist die Lehnitzschleuse, die um 1912 zusammen mit dem Oder-Havel-Kanal gebaut und 1940 erweitert wurde. Ca. 9.000 Kubikmeter Wasser fließen pro Schleusung in den Lehnitzsee, wenn die Schiffe rund sechs Meter Höhenunterschied überwinden.

Gartenfreunde zieht es in den Oranienburger Schlosspark. Im 17. Jahrhundert wurde er von der Kurfürstin Louise Henriette angelegt und 2009 im Zuge der Landesgartenschau restauriert. Der historische Teil des Parks geht mit seiner barocken Landschaftsgestaltung in die Zeit von König Friedrich I. Damals sorgten Wasserspiele für Abwechslung, heute gibt es noch einen Schlossteich mit Fontäne. Die wesentliche Sichtachse des Schlossparks reicht fast 1.000 Meter. Die Orangerie von Prinz August Wilhelm befindet sich im Süden des Parks. Heute dient sie als Konzert-, Theater- und Festsaal.

Das Schloss Oranienburg gilt mit einem Baujahr von 1652 als ältestes Barockschloss der Mark Brandenburg und beherbergt heute zwei Museen. Die St. Nicolai Kirche ist mit ihrem fast 60 Meter hohen Turm schon von weitem zu sehen. Von der Aussichtsplattform hat man einen wunderschönen Blick auf das Umland. Die ursprüngliche Kirche wurde 1866 fertiggestellt. 1952 wurde sie nach Zerstörung im 2. Weltkrieg wiederaufgebaut und kann heute wieder im neuromanischen Stil bewundert werden.

Lehnitz: Schiffe, die hier unterwegs sind


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