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Zu den ältesten Bauwerken zählen die um 1130 entstandene Marienkirche mit Lübecker Altar, die Domkirche St. Olav, die Festung Bergenhus und die Håkonshalle. Natur- und Tierfreunde besuchen das Aquarium mit Seehunden, Schildkröten, Krokodilen und Pinguinen. Ein Ausflug nach Troldhaugen führt zum Edvard-Grieg-Museum am See Nordåsvannet, wo Wohnhaus, Gartenhütte und Konzertsaal Einblicke in das Leben des Komponisten geben.
Lerwick, größte Stadt der Shetland-Inseln, liegt auf Mainland und zählt etwa 7.000 Einwohner. Die grauen Steinhäuser, grünen Weiden und die in der Ferne grasenden Shetland-Ponys prägen das Bild der Hafenstadt, die oft auf Kreuzfahrten zu den Britischen Inseln angelaufen wird. Gegründet im 17. Jahrhundert als Anlaufpunkt für holländische Heringsfischer, spielte Lerwick später eine Rolle im Walfang und profitiert heute von den Öl- und Gasvorkommen der Nordsee.Das im 17. Jahrhundert errichtete Fort Charlotte mit seinen zum Meer gerichteten Kanonen erinnert an die Zeit der Englisch-Niederländischen Seekriege. Im restaurierten Fischerhaus Böd of Gremista ist das Shetland Museum untergebracht, das Einblicke in Kultur und Geschichte der Inseln gibt. Das viktorianische Rathaus zeigt in seinen Glasfenstern Szenen aus der Historie. Ein Ausflug führt zum Broch von Clickimin, einer eisenzeitlichen Steinfestung mit mehrstöckigen Innenräumen. Naturfreunde finden in der Umgebung von Lerwick steile Klippen, Buchten und Vogelbrutplätze, die sich bei Wanderungen oder Küstentouren entdecken lassen – ein passender Kontrast zum geschäftigen Hafen.
Zu den eindrucksvollsten Gebäuden gehört die Hallgrímskirkja, ein expressionistischer Bau mit Anklängen an isländische Landschaftsformen. Das Opern- und Konzerthaus Harpa fällt durch seine Glasfassade auf, die das Licht des Nordens spiegelt. Die „Perle“ von Reykjavik ist ein Warmwasserspeicher mit gläserner Kuppel, künstlichem Geysir und Aussichtsplattform. Darin befindet sich auch ein Museum mit Gletscher-Modell und Planetarium. Auf der kleinen Halbinsel Grandis gibt es Läden mit isländischem Design und Angebote aus der lebendigen Foodszene. Auch das Nationalmuseum, das Schifffahrtsmuseum und das Walmuseum zeigen Einblicke in Natur und Geschichte der Insel.
Akureyri liegt am Fjord Eyjafjörður, umgeben von hohen Bergen wie dem Súlur, und nur etwa 50 Kilometer südlich des Polarkreises. Die Stadt ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Wasserfällen Goðafoss und Aldeyjarfoss, zum vulkanreichen See Mývatn oder nach Húsavík, um Wale zu beobachten. Im Stadtzentrum prägt die Akureyrarkirkja mit Reliefs von Ásmundur Sveinsson und historischen Glasfenstern das Bild. Auch die moderne Glerárkirkja mit ihren farbigen Fenstern lohnt einen Besuch.Für Kunstinteressierte bietet das Kunstmuseum in einer ehemaligen Molkerei wechselnde Ausstellungen, während der Botanische Garten Lystigarður Akureyrar hoch über dem Fjord mehr als 6.000 Pflanzenarten aus aller Welt zeigt. Die Lage am tief eingeschnittenen Fjord und die Nähe zu Islands nördlicher Natur machen Akureyri zu einem lohnenden Ziel für Besucher, die die Mischung aus lebendiger Stadt und arktischer Landschaft schätzen.
Nördlich von Schottland liegen die Orkney Inseln in der Nordsee. Auf der Hauptinsel Mainland befindet sich mit Kirkwall das Zentrum der Inselgruppe. Die Stadt mit rund 7.000 Einwohnern liegt auf einer schmalen Landenge zwischen zwei Buchten und besitzt den wichtigsten Hafen der Orkneys. Erste Siedlungen sind bereits aus der späten Jungsteinzeit belegt. Besonders eindrucksvoll ist das gut erhaltene Steinzeitdorf Skara Brae mit angeschlossenem Besucherzentrum. In späterer Zeit diente Kirkwall als Stützpunkt der Wikinger, die von den Orkneys aus ihre Seeverbindungen in verschiedene Richtungen unterhielten. 1468 kamen die Inseln zu Schottland, Kirkwall wurde Verwaltungszentrum.Im Stadtbild ragt die St.-Magnus-Kathedrale hervor, errichtet im 12. Jahrhundert aus rotem Sandstein. Im Inneren stützen mächtige normannische Säulen das Kirchenschiff. Gleich daneben befinden sich die Ruinen des Bischofspalasts aus dem 13. Jahrhundert und der Earl’s Palace, ein Renaissancebau aus dem frühen 17. Jahrhundert. Das Tankerness House Museum zeigt archäologische und stadtgeschichtliche Funde. Am westlichen Stadtrand liegt das Grain Earth House aus der Eisenzeit. In der Umgebung befinden sich die neolithischen Stones of Stenness, deren Monolithe wahrscheinlich rituellen Zwecken dienten.
Kopenhagen liegt auf der Insel Seeland und ist Hauptstadt sowie Residenz der dänischen Königin. Der Name „Kaufmannshafen“ verweist auf die frühe Bedeutung als Handelsort. Seit dem 12. Jahrhundert bewohnt, wurde die Stadt nach Zerstörungen durch die Hanse im 15. Jahrhundert neu aufgebaut und zur königlichen Residenz. Unter König Christian IV. erlebte Kopenhagen im 17. Jahrhundert eine Blütezeit. Heute prägen Bauten des 18. Jahrhunderts die Altstadt, ehemalige Festungsanlagen wurden zu Parks umgestaltet, während Teile wie die Festung Kastellet erhalten blieben. Berühmt ist die Skulptur der Kleinen Meerjungfrau nach Hans Christian Andersen.Im Zentrum steht das Schloss Christiansborg, Sitz von Parlament, Oberstem Gericht und Regierung. Das nahe Dänische Nationalmuseum zeigt kulturhistorische Schätze des Landes. Schloss Amalienborg mit täglicher Wachablösung, die Frederikskirche und die Erlöserkirche mit ihrer Wendeltreppe lohnen den Besuch. Der Rundetårn bietet einen weiten Blick über die Stadt. Strøget und Strædet gehören zu den längsten Einkaufsstraßen Europas. Der Tivoli, einer der ältesten Vergnügungsparks der Welt, liegt mitten in der Stadt. Am Nyhavn säumen farbige Giebelhäuser, Segelschiffe und Lokale den Kai.