Inkl. Flug & 6 Ausflügen

MS Scholochow

11 Tage Traumlandschaften entlang Wolga und Don ab Moskau/ bis Rostow am Don vom 22.09.17 bis 05.10.17




Reiseverlauf

Tag 1   HafenMoskau (Russland)

Moskau, die Hauptstadt Russlands, ist die größte Stadt Europas. Der Name der Stadt leitet sich ab von einem 500 km langen Nebenfluss der Oka, die in die Wolga mündet. Schon bei der Einfahrt in den Hafen erkennt man die berühmten bunten und vergoldeten Zwiebeltürme des Kreml. Moskau bietet etwa 100 Parkanlagen und über 600 Kirchen, zahlreiche Museen und eindrucksvolle Bauten aus allen Epochen, die sich nicht im Einzelnen aufzählen lassen. Eines der bekanntesten Bauwerke ist der Kreml, der Sitz des russischen Präsidenten, der ein Ensemble aus Sakral- und Monumentalbauten ist. Sein Ursprung liegt im 15. Jh. Der bekannteste Turm ist der „Erlöserturm“ mit dem roten Stern an der Spitze des grünen Daches, die Mariä-Entschlafens-Kathedrale oder die Erzengel- Michael-Kathedrale haben vergoldete Zwiebeltürme. Der Kreml wurde 1990 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Östlich der Kreml-Mauern befindet sich der Rote Platz mit dem Lenin-Mausoleum und der berühmten, farbenfrohen Basilius-Kathedrale. Die „Erlöser-Kirche“ am Wodootwodnyi-Kanal ist mit dem 103 Meter hohen Turm einer der höchsten orthodoxen Sakralbauten der Welt. Sie wurde 1883 erbaut und 1931 unter Stalin abgerissen. Im Jahr 2000 wurde es originalgetreu wieder aufgebaut. Als Shopping-Attraktion bietet sich eines der edelsten und größten Kaufhäuser der Welt an, das „GUM“.


Tag 2Abfahrt   17:30Moskau (Russland)

Moskau, die Hauptstadt Russlands, ist die größte Stadt Europas. Der Name der Stadt leitet sich ab von einem 500 km langen Nebenfluss der Oka, die in die Wolga mündet. Schon bei der Einfahrt in den Hafen erkennt man die berühmten bunten und vergoldeten Zwiebeltürme des Kreml. Moskau bietet etwa 100 Parkanlagen und über 600 Kirchen, zahlreiche Museen und eindrucksvolle Bauten aus allen Epochen, die sich nicht im Einzelnen aufzählen lassen. Eines der bekanntesten Bauwerke ist der Kreml, der Sitz des russischen Präsidenten, der ein Ensemble aus Sakral- und Monumentalbauten ist. Sein Ursprung liegt im 15. Jh. Der bekannteste Turm ist der „Erlöserturm“ mit dem roten Stern an der Spitze des grünen Daches, die Mariä-Entschlafens-Kathedrale oder die Erzengel- Michael-Kathedrale haben vergoldete Zwiebeltürme. Der Kreml wurde 1990 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Östlich der Kreml-Mauern befindet sich der Rote Platz mit dem Lenin-Mausoleum und der berühmten, farbenfrohen Basilius-Kathedrale. Die „Erlöser-Kirche“ am Wodootwodnyi-Kanal ist mit dem 103 Meter hohen Turm einer der höchsten orthodoxen Sakralbauten der Welt. Sie wurde 1883 erbaut und 1931 unter Stalin abgerissen. Im Jahr 2000 wurde es originalgetreu wieder aufgebaut. Als Shopping-Attraktion bietet sich eines der edelsten und größten Kaufhäuser der Welt an, das „GUM“.


Tag 316:30   18:30Uglitch (Russland)

Die Geschichte von Uglitch (oder Uglitsch) lässt sich mehr als 1.000 Jahre zurückverfolgen: Die Stadt am Oberlauf der Wolga wurde bereits im Jahr 937 erstmals urkundlich erwähnt. „Ecke“ bedeutet das russische Wort „ugol“. Deshalb glaubt man, die Stadt habe ihren Ort nach dem Knick erhalten, den der wasserreichste europäische Strom in der Nähe der Stadt aufweist. Uglitch blickt auf eine wechselhafte Geschichte zurück. Wie viele frühe Gründungen erlebte sie Eroberungszüge und Brände, aber auch Jahre großen wirtschaftlichen Aufschwungs. Im 15. Jahrhundert entstand eine der großen Sehenswürdigkeiten der Stadt, die Sie unbedingt besuchen sollten: der Kreml. Ein Kreml ist eine mit Mauern und Türmen gesicherte Festung, in der unter anderem Regierungs-, Wohn- und Nutzgebäude, aber auch Kirchen und sogar Klöster auf sicherem Grund errichtet wurden. Wie der berühmteste Kreml in Moskau können diese Areale enorme Ausmaße haben. Auf Ihrer Wolga-Flusskreuzfahrt erreichen Sie in Uglitch einen ganz besonderen Ort, denn die Stadt nimmt in der russischen Geschichte eine bedeutsame Stellung ein. Kenner des Dramas „Boris Godunow“ des großen Nationaldichters Russlands Alexander Puschkin sind mit diesem dramatischen Kapitel der Historie vertraut: Noch heute erinnert alljährlich eine feierliche Prozession im Mai daran, dass der neunjährige Thronfolger Zarewitsch Dimitrij nach dem Tod seines Vaters Iwan „des Schrecklichen“ in Uglitch unter ungeklärten Umständen ums Leben kam. Gerüchten zufolge steckte der damalige Regent Boris Godunow hinter dem Tod des Jungen. Mit dem Tod des kleinen Zarewitschs fand die damalige Dynastie ein Ende, und es begann eine Zeit der Wirren für das Land. An der Todesstelle befindet sich seit 1692 die Dmitrijewskaja-Kirche oder Blutskirche auf dem Gelände des Kremls. Sie ist heute ein Museum. Die Kirche "Zarewitsch Dmitri im Feld" wurde hingegen an der Stelle errichtet, wo der Leichnam des Thronfolgers vor seiner Überführung nach Moskau ein letztes Mal in Uglitch abgesetzt wurde. Ein weiterer Höhepunkt beim Ausflug nach Uglitch ist die Christi-Verklärungs-Kathedrale. Peter der Große persönlich erteilte die Erlaubnis für den Neubau der 1611 im Krieg zerstörten Kathedrale. 1706 wurde das prächtige Gotteshaus geweiht, 1730 entstand der Glockenturm. Die große Ikonenwand mit 60 Werken versetzt alle Besucher ins Staunen. Ihren Blütezeiten verdankt die Stadt so viele sehenswerte Kirchen, dass sie nicht alle während eines einzigen Tagesausflugs besichtigt werden können. Weitere sehenswerte, noch heute aktive Kirchen mit reichem Ikonenbestand sind unter anderem die Kirche der Korsuner Gottesmutterikone, die Kirche der Kasaner Gottesmutterikone oder die Smolensker Kirche. Weitere Sehenswürdigkeiten sind ebenso sakraler Natur: orthodoxe Klöster wie das Swjato-Woskresenskij Kloster, das 1371 gegründete Alexejewskij Kloster, das Bogojawlenskij Kloster und das alt-orthodoxe Nikolo-Ulejminskij Kloster. An ein weiteres Kloster, das Paisijew Pokrowskij Kloster aus dem 15. Jahrhundert, erinnert heute nur noch ein Holzkreuz, weil es vom Uglitscher Stausee überflutet wurde. Nur bei klarem Eis sind seine Überreste noch heute teilweise sichtbar. Andenken an den Aufenthalt in Uglitsch gibt es in Souvenirgeschäften im Zentrum rund um die Uspenskaja Plostschad, die Rostower und Jaroslawler Straße. Auch im Park Pobedy (Siegespark) locken unzählige Verkaufsstände, unter anderem mit Aquarellen und Gemälden ortsansässiger Künstler.


Tag 408:00   22:00Yaroslavl (Russland)

Vor wenigen Jahren konnte Jaroslawl (oder Yaroslavl) seinen offiziellen tausendsten Jahrestag feiern. Der Kiewer Fürst Jaroslaw der Weise gründete an der Mündung der Kotorosl in die Wolga eine Festung, wo zuvor bereits eine slawische Siedlung zu finden war. Woher die heutige Großstadt in Zentralrussland mit fast 600.000 Einwohnern ihren Namen erhielt, ist damit geklärt. Freuen Sie sich auf dieser Flusskreuzfahrt-Station auf prächtige Sehenswürdigkeiten, denn Jaroslawl zählt zum sogenannten Goldenen Ring, einer Anzahl altrussischer Städte im Nordosten von Moskau. Zwar gibt es keine mittelalterlichen Holzbauten mehr in Jaroslawl zu bewundern, doch der gut erhaltene Stadtkern aus dem 17. Jahrhundert ist mit mehr als 140 Baudenkmälern eine große Attraktion. Seit 2005 zählt die Altstadt zum UNESCO Weltkulturerbe und ist unbedingt eine ausführliche Besichtigungstour wert. Besucher bewundern die eindrucksvollen weißen Kirchenbauten mit asymmetrisch angeordneten Türmen, die als typische Beispiele für die russische Kirchenarchitektur gelten. Auch die Innenräume sind aufwändig gestaltet. Die Altstadt hat aber auch einen reichen Schatz schöner, meist klassizistischer weltlicher Gebäude zu bieten. Die Bebauung entstand nach einem Generalplan, der noch heute gut erkennbar ist. Der Elija-Platz mit der Prophet-Elija-Kirche bildet das Zentrum. Umschlossen wird es von einem fächerartigen Netz aus repräsentativen Straßen mit zwei- bis dreigeschossigen Bauten. Ein weiterer Höhepunkt jedes Landgangs in Jaroslawl ist die Besichtigung des Bauensembles des Christi-Verklärungs-Klosters. Seine Gebäude entstanden nach und nach im 16. Jahrhundert und erhielten eine Befestigungsmauer mit Wachtürmen und bildeten so einen für Russland typischen Kreml. Iwan „der Schreckliche“ war hier oft als Pilger zu Gast und stattete das Kloster mit reichen Spenden aus. Die Kathedrale des Klosters gilt als ältestes erhaltenes Bauwerk der Stadt.


Tag 508:00   22:00Kostroma (Russland)

Kostroma liegt am „Goldenen Ring“, dem touristisch höchst reizvollen Nordosten Moskaus. Kostroma heißt auch der Nebenfluss der Wolga, der im Stadtgebiet in den großen Strom mündet. Die heutige mit knapp 270.000 Einwohnern mittlere Großstadt ist eine der ältesten Städte Russlands und vermittelt deshalb einen besonders guten Eindruck von der altrussischen Geschichte und ihrer Architektur. Das überaus sehenswerte Kostroma liegt, nur 300 Kilometer von Moskau entfernt, direkt an der Wolga und ist daher ein beliebter Hafen für Flusskreuzfahrten auf dem längsten Strom Europas. Was die Gründung Kostromas betrifft, gibt es zwei Versionen: Eine führt sie auf das Jahr 1152 zurück, nur fünf Jahre nach der ersten urkundlichen Erwähnung Moskaus. Unter demselben Großfürsten Juri Dolgoruki, der auch die russische Hauptstadt gründete, sei auch eine – heute nicht mehr auffindbare – Gründungsurkunde für Kostroma erstellt worden. Der älteste, heute noch nachweisbare Beleg lässt sich jedoch auf das Jahr 1213 datieren: Der Anlass war dramatisch, denn es wird berichtet, dass Kostroma während eines feindlichen Feldzuges vollständig niedergebrannt war. Wie alle altrussischen Städte erlebte auch Kostroma eine wechselhafte Geschichte. Unter dem Großfürsten von Wladimir, Jaroslaw II. Wsewolodowitsch, wurde die erste Festung und auch die erste Kirche errichtet. Das noch heute bekannte Ipatios-Kloster geht auf den Anfang des 14. Jahrhunderts zurück und umfasste zum Schutz der Stadt bereits Befestigungsanlagen. Im späten 14. und im 15. Jahrhundert wuchs Kostroma als Teil des Großfürstentums Moskau. Im 16. Jahrhundert, als die Stadt Teil des Zarentums Russland wurde, profitierte das Ipatios-Kloster finanziell davon, einst von einem Vorfahren der nun mächtigen Godunow-Familie gegründet worden zu sein. Die in dieser Zeit mit der finanziellen Unterstützung des Zaren entstandenen Bauwerke sind die ältesten, die bis heute Besucher aus aller Welt in der Altstadt Kostromas bewundern können. Doch nicht nur zum Haus Godunow bestanden enge Kontakte, sondern auch zu den Romanows, die im 17. Jahrhundert mit Michael den ersten Zaren ihrer Dynastie stellten. Weil er 1613 im Ipatios-Kloster zum Zaren gewählt wurde, war die Beziehung zum Zarenhof bis zum Ende der Monarchie stets besonders eng. Kostroma stieg zur drittgrößten Stadt des Zarenreiches auf und wurde als Handwerks-Metropole wirtschaftlich immer bedeutsamer. Die enge Verbindung mit den Romanows zeigte sich nach der Oktoberrevolution 1917 zunächst als nachteilig. Kostroma verlor seine wichtige politische und wirtschaftliche Bedeutung. 100 Jahre später ist der Tourismus eine der wichtigsten Einnahmequellen, denn Kostroma wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend verschont und lädt begeisterte Besucher zu einer Reise durch die Jahrhunderte ein. Viele der Sehenswürdigkeiten Kostromas kann man bei einem Spaziergang durch die Altstadt entdecken. Die klassizistische Bausubstanz ist so gut erhalten, dass man den Eindruck bekommen könnte, man befände sich in einem Freilichtmuseum. Der Sussanin-Platz ist das Zentrum des fächerartigen Straßennetzes. Hier befindet sich das Denkmal zu Ehren des Nationalhelden Iwan Sussanin. Direkt dahinter beginnen am Abhang zum Wolgaufer die Handelsreihen, ein wunderschöner Gebäudekomplex aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Die Mehlreihen, Fischreihen und Pfefferkuchenreihen bestehen aus mehr als 20 Einzelgebäuden. Es lohnt sich, durch die Außenarkaden der langgestreckten Häuser zu schlendern, durch die anliegenden Geschäfte zu bummeln und die Auslagen der Marktstände zu betrachten. An den Handelsreihen vorbei geht es in Richtung Wolga: Man befindet sich im Nu in malerischen, verwinkelten Gassen, die im starken Kontrast zu der ansonsten wie gezirkelt wirkenden Struktur der Altstadt stehen. Am Ufer steht eines der bekanntesten Bauwerke Kostromas, der Ostrowski-Pavillon. Eine der ältesten Sehenswürdigkeiten, die Christi-Auferstehungs-Kirche im Walde, lädt südlich der Altstadt zu einer Besichtigung ein. Zurückgekehrt auf den Sussanin-Platz hat man die Wahl, in welcher der strahlenförmig abzweigenden Straßen die Besichtigungstour ihren Fortgang findet. Am Prospekt Mira steht ein Palais, das ehemalige Haus der Adelsversammlung - heute ein Kunstmuseum. Das Ostrowski-Dramentheater gleich daneben ist eines der ältesten des Landes. Das im 19. Jahrhundert ausgebaute Epiphanien-Kloster erstreckt sich einige 100 Meter nördlich des Sussanin-Platzes. Das berühmte Ipatios-Kloster, das in der Geschichte Kostromas eine so wichtige Rolle gespielt hat, liegt am anderen Ufer der Wolga, direkt an der Mündung des Flusses Kostroma. In der Nähe des Klosters befindet sich die Kostromskaja Sloboda, ein Freilichtmuseum, das die alte russische Holzbaukunst an Wohnhäusern und Kirchen wirkungsvoll in Szene setzt.


Tag 615:00   20:00Nischni Nowgorod (Russland)

Mit 1,25 Millionen Einwohnern ist Nischni Nowgorod die fünftgrößte Stadt Russlands. Sie ist nicht nur bedeutender Verkehrsknotenpunkt, sondern auch Regierungszentrum des Föderationskreises Wolga. Als Herz der Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft seines Verwaltungsbezirks besitzt Nischni Nowgorod u. a. mehrere Universitäten, viele Theater, Museen und weitere Sehenswürdigkeiten. Die Oka, ein mit 1.480 Kilometern Länge sehr wichtiger Nebenfluss, mündet in der Millionenstadt in die Wolga. Ein Ausflug in die Altstadt Nischni Nowgorods zählt zu den Höhenpunkten auf Flusskreuzfahrten. Juri II. Wsewolodowitsch, Großfürst von Wladimir, gründete Nischni Nowgorod im Jahr 1221. Der Name der Stadt bedeutet „Untere Neustadt“. Zum Schutz vor Tatarenangriffen begann im 14. Jahrhundert unter Großfürst Dimitri Konstantinowitsch der Bau des Kremls, der über die Jahrhunderte hinweg immer weiter ausgebaut wurde und noch heute die Besucher Nischni Nowgorods in Bewunderung versetzt. 1392 wurde die Stadt Teil des Großfürstentums Moskau und erlangte noch wichtigere militärische Bedeutung. Anfang des 16. Jahrhunderts bekam der Kreml sein heutiges Gesicht aus roten Ziegelsteinen. Im 17. Jahrhundert florierte der Handel in Nischni Nowgorod, u. a. als Niederlassung der reichen Kaufmannsfamilie der Stroganows. In der Blütezeit des 18. Jahrhunderts entstanden zahlreiche der heute noch bewunderten Bauten im Stil der sog. Stroganow-Schule. Spätestens Mitte des 19. Jahrhunderts hatte sich Nischni Nowgorod zur wichtigsten Handelsstadt Russlands entwickelt. Im 20. Jahrhundert wurde es zudem zum Industriezentrum und war während des Zweiten Weltkriegs das Rüstungszentrum der UdSSR. Von 1932 bis 1990 trug die Stadt den Namen Gorki nach einem ihrer berühmten Söhne, dem Dramatiker Maxim Gorki. Während fast dieser gesamten Zeit war Gorki „geschlossene Stadt“ und für Besucher aus dem Ausland absolut tabu. Nischni Nowgorod hat sich seit 1991 zu einem der beliebtesten touristischen Ziele Russlands entwickelt. Dank der ausgezeichnet erhaltenen Altstadt mit einer Vielzahl prächtiger Bauten und dem beeindruckenden Kreml ist ein Besuch nicht nur für Architektur-Freunde äußerst lohnenswert. 13 Rundtürme und 5 Türme mit quadratischem Grundriss sind Teile der mächtigen roten Ziegelmauer rund um den Kreml, der heute vor allem Verwaltungszentrum der Stadt ist. Die Erzengel-Michael-Kathedrale sowie das Arsenal mit wechselnden Ausstellungen zählen zu den Bauwerken, die innerhalb des Kremls zu besichtigen sind. Nach dem Ausflug in die Geschichte könnte man sich mit dem Besuch der Strelka unterhalb des Kremls belohnen. Die Landzunge an der Stelle, wo die Oka in die Wolga fließt, bietet einen wunderbaren Ausblick und ist eine hervorragende Kulisse für Erinnerungsfotos an den Kreml-Ausflug. Nach dem Besuch der berühmtesten Sehenswürdigkeit unternehmen manche Besucher noch einen Abstecher zum Höhlenkloster, bevor sie die Altstadt erkunden. Während man das lebendige Flair der historischen Innenstadt genießt, fällt einem eine bauliche Schönheit aus den letzten Jahrhunderten nach der anderen ins Auge. Zu den besonders sehenswerten Sakralbauten gehören die Mariä-Geburt-Kathedrale und die Kirche der Smolensker und Wladimirer Mutter Gottes. Beide wurden im 17. Jahrhundert erbaut und sind Beispiele für den Stroganow-Barock. Nicht minder schön sind die liebevoll restaurierte Kirche Johannes des Täufers, die Christi-Himmelfahrts-Kirche des berühmten Architekten Thon, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts gewirkt hat, sowie die Mariä-Entschlafens-Kirche von 1672. Doch auch die weltliche Baukunst hat den Besuchern von Nischni Nowgorod einiges zu bieten. So schuf der bekannte Jugendstilarchitekt Fjodor Schechtel die Bank Rukawischnikowich und die Stadtvilla der Rukawischnikow, wo heute das Architekturmuseum seinen Standort gefunden hat. Das Staatsbankgebäude zeigt sich im altrussischen Stil. Bei einem Rundgang durch die Altstadt fallen auch das Jugendzentrum aus dem Jahr 1915 und das Rathaus auf, dessen Bau 1902 abgeschlossen wurde. Der Sozialistische Realismus der 1930er Jahre hat mit dem Hotel Rossija und dem Ingenieursinstitut für Wassertransport zwei markante Vertreter hinterlassen. Wer eher an richtungsweisender moderner Architektur interessiert ist, wird feststellen, dass Nischni Nowgorod ebenso spielend mithalten kann. Kunstfreunden sei das Museum Nischni Nowgorods mit mehr als 12.000 Werken bedeutender russischer und westeuropäischer Künstler anempfohlen. Zwei ganz andere Museen sind auch interessant: das Andrej-Sacharow-Museum, das an die Verbannung des berühmten Atomphysikers aus Moskau erinnert, sowie das Freilichtmuseum, das auf 35 Hektar Fläche die große Kunst der russischen Holzarchitektur präsentiert. Doch bei aller traumhaften Architektur und Kultur ist Nischni Nowgorod auch eine sehr grüne Stadt. Gleich mehrere Parks hat sie ihren Besuchern zu bieten, z. B. den Puschkin Park, den Siegespark und den Alexandrowski Garten. Die „Nischni Nowgoroder Schweiz“, ein Park im Süden der Altstadt, ist ein besonders beliebtes Erholungsgebiet der Großstädter.


Tag 710:00   19:00Tscheboksary (Russland)

Im Vergleich zu den Millionenstädten am Lauf der Wolga ist Tscheboksary mit rund 450.000 Einwohnern eine eher kleine Großstadt. Am rechten Wolgaufer gelegen, ist sie Hauptstadt der russischen Föderationsrepublik Tschuwaschien. Sura und Swijaga sind die Wolga-Zuflüsse, zwischen denen Tscheboksary liegt. Nahe der ca. 670 Kilometer von Moskau entfernten Industriestadt liegt der Tscheboksarsker Stausee, der sich mit einer zwar riesigen Fläche von 2.274 Quadratkilometern jedoch nahezu klein im Verhältnis zum 6.450 Quadratkilometer großen Kuibyschewer Stausee ausnimmt. Nutzen Sie die Gelegenheit, die Hauptstadt der russischen Föderationsrepublik Tschuwaschien auf einer Wolga-Flusskreuzfahrt zu entdecken. Tscheboksary ist ab dem 15. Jahrhundert als Siedlung nachweisbar und erhielt 1781 seine Stadtrechte. Die malerische Landschaft rings um Tscheboksary ist leicht hügelig und gilt als eine der sehenswertesten Regionen entlang der Wolga. Tschuwaschien ist bekannt für sein gutes Bier, für das rings um Tscheboksary in großen Plantagen der Hopfen gedeiht. Besucher der Stadt, die dem Gerstensaft nicht abgeneigt sind, sollten daher unbedingt die Gelegenheit nutzen, die Spezialität der Region zu kosten. Weitere Attraktionen der Stadt sind vor allem Museen, u. a. das Tschuwaschische Nationalmuseum, das ein breites inhaltliches Spektrum aufweist: die Heimatgeschichte von der Eiszeit bis in die Zeit der Sowjetunion, die Tierwelt der Region sowie die tschuwaschische Kultur. Weitere Museen im Stadtzentrum widmen sich der Geologie und – nicht überraschend – dem Bier. Das Biermuseum liegt an einer belebten Flanierstraße im Zentrum Tscheboksarys, die mit Marktständen und Geschäften zum Bummel einlädt. Eine Reise direkt in die russische Geschichte verspricht der Besuch des Tschapajew-Museums, einem Blockhaus, in dem der gleichnamige Kommandeur der Roten Armee wohnte. Auch das tschuwaschische Kunstmuseum mit knapp 20.000 Grafiken und Plastiken verdient eine Erwähnung. Wer lieber Natur als Kultur genießt, wird sich freuen, dass es in Tscheboksary verschiedene Parks gibt. Ein Gedenkpark liegt direkt auf einem Hügel an der Wolga, der einen großartigen Ausblick auf den Fluss und die Stadt an ihrem Ufer bietet.


Tag 808:00   17:00Kasan (Russland)

800 Kilometer von Moskau entfernt liegt Kasan, die mit etwa 1,15 Millionen Einwohnern achtgrößte Stadt Russlands, am Ufer des Mittellaufs der Wolga und am oberen Ende des sagenhaft mächtigen, mit 6.450 Quadratkilometern größten Stausees Europas, dem Kuibyschewer Stausee. Zum Vergleich: Das Stadtgebiet von Berlin ist 892 Quadratkilometer groß und passt somit rund siebenmal in diese Fläche. In der bedeutenden Wirtschafts- und Kulturmetropole gibt es zwei Amtssprachen, die man auf fast allen öffentlichen Schildern findet: Russisch und Tatarisch. Weil fast genauso viel Tataren wie Russen in Kasan leben, ist die Stadt ein bedeutendes Zentrum des Islams in Russland. Nach Kasan gelangt man unter anderem auf Flusskreuzfahrten auf der Wolga, die über Kanäle auch bis nach Moskau oder Rostow am Don führen können. Die Geschichte von Kasan reicht bis zum Ende des 12. Jahrhunderts zurück. Man nimmt an, dass es von Wolgabulgaren gegründet wurde. Nach einigen Jahrzehnten unter mongolischer Herrschaft bildete sich das Khanat von Kasan, als dessen Hauptstadt sich Kasan im 15. Jahrhundert zum wichtigsten Zentrum der Region für Handwerk und Handel entwickelte. Die verkehrsgünstig gelegene Stadt war bald weithin bekannt für ihre stattlichen Moscheen und Paläste. Ab 1552 gehörte Kasan zum russischen Zarenreich. Iwan IV. sorgte dafür, dass die Stadt zur Festung ausgebaut wurde und das Reich im Osten absicherte. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde Kasan durch Brände nachhaltig zerstört und komplett neu aufgebaut – wieder aus Holz. Nach einem weiteren Brand erhielt Kasan erst unter Zarin Katharina II. ein modernes Stadtzentrum aus Stein, das östliche und westliche Stile miteinander verband. Zum Ende des 18. Jahrhunderts florierte Kasan als Handelszentrum und baute seine Stellung als zugleich christliche und islamische Kultur- und Bildungsmetropole erfolgreich aus. So entstand hier auch eine der ältesten Universitäten Russlands. Ein Ausflug nach Kasan bietet zahlreiche architektonische Höhepunkte zwischen Orient und Okzident. Das berühmteste Bauwerk, ein unbedingtes Muss jeder Stadtbesichtigung, ist der Kreml, der seit dem Jahr 2000 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Die historische Zitadelle am Wolga-Nebenfluss Kasanka verbindet auf beispielhafte Weise bauliche Elemente der moslemischen und der christlich-orthodoxen Architektur. Eine der besonderen Perlen im Kreml ist die Mariä-Verkündigungs-Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert, das älteste Bauwerk auf dem Gelände. Der Spasski- oder Erlöser-Turm, die Schlosskirche, der Sujumbike-Turm und ein Mausoleum mit Sarkophagen tatarischer Khane zählen zu weiteren Bauten der Festungsanlage. So überragend auch die Bedeutung des Kremls ist, hat Kazan noch viele weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten, die sich alle leicht zu Fuß erreichen lassen. So setzen die 2005 eingeweihte Kul-Scharif-Moschee, die zweitgrößte Moschee Russlands, und die benachbarte Mariä-Verkündigungs-Kathedrale gemeinsam ein Zeichen für das friedliche Miteinander der Kulturen. Wer schon immer ein Bauwerk im verspielten Stil des Naryschkin-Barocks bzw. Moskauer Barocks sehen wollte, sollte die St. Peter-und-Paul- Kathedrale besichtigen, die 1722 eingeweiht wurde. Für einen besonders schönen Panoramablick lohnt es sich, entlang des Kasanka und des Kaban Sees zu spazieren. Hier kann man auch die schönsten Fotos vom Kreml aufnehmen. Um das quicklebendige, moderne Kasan kennenzulernen, empfiehlt sich ein Abstecher an den Kolzo, wo man Einkäufe tätigen oder zu einem kleinen Imbiss mit russischer Küche einkehren könnte.


Tag 914:00   17:00Samara (Russland)

Samara ist nicht nur eine Industriemetropole mit fast 1,2 Millionen Einwohnern im Südosten des europäischen Russlands, sondern liegt auch in der Nähe eines der ersten Nationalparks des Landes. Die Wolga beschreibt bei Samara eine spektakuläre Kurve, die sogenannte „Samarer Krümmung“. Mitten in dieser Krümmung auf der anderen Seite der Wolga, liegt auf Samarskaja Luka ein 1984 unter Schutz gestellter Nationalpark, der sowohl bei den Einheimischen als auch bei Touristen ein beliebtes Ausflugsziel ist. Samara liegt zwischen den Mündungen des Sok und der namensgebenden Samara in die Wolga und ist auf russischen Flusskreuzfahrten ein beliebter Ausflugshafen. Erste schriftliche Erwähnung fand Samara in einer russischen Chronik im Jahr 1361. Ab 1586 entstand auf Befehl des Zaren Fjodor Iwanowitsch an der Mündung der Samara in die Wolga eine erste Festung mit dem Namen „Samara-Städtchen“. Über die Jahrzehnte hinweg entwickelte sich der anfängliche Holzbau zu einem wehrhaften Kreml mit Kirche, Wohn- und Wirtschaftsgebäuden. Seit 1689 hat Samara den Status einer Stadt und entwickelte sich zum wichtigsten Wirtschaftszentrum der Region, vor allem als Umschlagplatz für den Orient-Handel. Als Samara 1851 Gouvernementshauptstadt wurde, war es mittlerweile auch das Herz des Weizenanbaus des Russischen Reichs. Anfang des 20. Jahrhunderts war Samara nicht nur das größte Getreideverarbeitungszentrum, sondern entwickelte auch eine florierende Maschinenbau- und metallverarbeitende Industrie, die seit den 1920 und 30er Jahren immer weiter ausgebaut wurde. Von 1935 bis 1990 führte die Stadt den Namen Kuibyschew. Die Geschichte wollte es, dass Samara 1941 eine ganz besondere politische Bedeutung bekam, als Regierungsorgane, ein Teil der militärischen Verwaltung und das diplomatische Korps von Moskau in das damalige Kuibyschew umzogen. Der heute noch zu besichtigende „Stalinbunker“ entstand damals - Stalin zog jedoch niemals dort ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging der Aufstieg der heutigen Millionenstadt weiter. Heute ist Samara nicht nur ein wichtiges Industrie-, sondern auch Wissenschafts- und Kulturzentrum. Zwei der Höhepunkte im Festivaljahr Samaras sind das Gruschinskij-Liedermacher-Festival sowie das Großevent „Rock an der Wolga“. Samara hat seinen Besuchern eine ganze Reihe an Sehenswürdigkeiten zu bieten. Einige von ihnen versprechen besonders beschauliche Stunden im Grünen mit fantastischer Aussicht. Doch empfiehlt sich zuvor ein Gang durch die Altstadt von Samara, in der ein Fachwerkhaus im deutschen Stil an frühere Einwohner, Wolgadeutsche, erinnert. Wurde der Erhalt des alten Zentrums viele Jahre vernachlässigt, finden sich heute verschiedene Initiativen, die sich dessen Bestand und Revitalisierung zum Ziel gemacht haben. Als eines der schönsten Gebäude gilt das Stadt-Theater. Nicht weit entfernt befindet sich die berühmteste Sehenswürdigkeit Samaras, der „Stalinbunker“, unter dem Gebäude der Akademie der Künste. Der Eingang zu den bis zu 37 Meter tiefen Räumen und Gängen liegt versteckt im Innenhof. Viel luftiger und heiterer geht es hingegen im schönen Strukowskij-Garten und auf der insgesamt 5 Kilometer langen Wolgauferpromenade zu. Hier laden nette Straßencafés zur Einkehr und zum Genießen des Moments ein. Eine weitere genussreiche Facette des Ausflugs nach Samara ist der Besuch des Restaurants der bekannten russischen Brauerei Schiguljowskoj. Hier kann man mit entsprechendem Appetit nicht nur frisch gezapftes Bier, sondern auch russische Spezialitäten wie Geschnetzeltes im Steinguttöpfchen oder Wolgafischgerichte zu sich nehmen. Je nachdem, welche Ausflugsmöglichkeiten sich bieten und wie lange der Aufenthalt in Samara dauert, wäre auch ein Abstecher in den Naturschutzpark Schiguljowskij auf Samarskaja Luka lohnend.


Tag 1014:00   17:00Saratow (Russland)

Das Zentrum Saratows erstreckt sich am rechten Ufer der mittleren Wolga. Mit über 830.000 Einwohnern ist die Universitätsstadt ein wichtiges Wirtschafts- und Kulturzentrum des europäischen Russlands. Saratow liegt am Rand der Wolgahöhen, einem bis zu 375 Meter hohen, langgestreckten Höhenzug. Daher wird das rechte Wolgaufer bei Saratow auch „Bergufer“ genannt. Auf der anderen Seite des hier ca. 3 Kilometer breiten Flusses liegt die Nachbarstadt Engels, die nach Friedrich Engels benannt wurde. Zusammen bringen es die beiden Städte auf mehr als 1,2 Millionen Einwohner. Wenn Sie Saratow kennenlernen möchten, haben Sie bei Flusskreuzfahrten auf der Wolga die Gelegenheit, die hier auf Routen bis nach Wolgograd einen Hafenstopp einlegen. Bevor Saratow 1590 zur Zarenfestung wurde, war sie die wichtigste Stadt des mongolischen Reichs der „Goldenen Horde“. Ihr Name wird von Historikern auf die tatarische Bezeichnung für einen „gelben Berg“ zurückgeführt. Im 19. Jahrhundert war Saratow eine der größten Städte des Russischen Zarenreichs. Von der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis nach dem Zweiten Weltkrieg lebten hier viele Wolgadeutsche, deren Einfluss auf die Architektur noch heute an einigen Bauwerken zu entdecken ist. Als bedeutendes Kulturzentrum an der Wolga hat Saratow ein Museum als eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu bieten: das schon von außen prächtig anzusehende Radischtschew-Kunstmuseum mit über 16.000 Ausstellungsstücken. Bereits im 19. Jahrhundert gegründet, besitzt es heute eine der weltweit umfangreichsten Sammlungen russischer Kunst. Weitere wunderschön erhaltene Exemplare klassizistischer Architektur sind das Saratower Völkerkundemuseum mit interessanten archäologischen Exponaten sowie die Oper, die bereits 1803 gegründet wurde und einen sehr guten Ruf besitzt. Wer seine Zeit auf Landgängen lieber flanierend verbringt, wird sich über die malerische Altstadt Saratows freuen, wo man nicht nur die Fassaden bewundern, sondern auch Souvenirs erstehen kann. Viele prächtige Gebäude aus der Blütezeit der Stadt befinden sich am Kirow-Prospekt, der ehemaligen „Deutschen Straße“, mit wunderschönen Beispielen für die Bauweise des Jugendstils, z. B. die Villa Reinicke von Fjodor Schechtel. Wenn sich die Gelegenheit dazu bietet, lohnt sich auch ein Abstecher in die Nachbarstadt Engels, die über die Wolgabrücke zu erreichen ist. Ein Geheimtipp für Freunde herrlicher Aussichten ist der Sokolowaja-Berg. Hier befindet sich der Siegespark mit einem Denkmal für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten der Region. Ein Abstecher auf den Sokolowaja-Berg lohnt sich für Touristen, weil er einen großartigen Blick über die Stadt und die hier mächtig breite Wolga ermöglicht.


Tag 1112:00   17:00Wolgograd (Russland)

Die Millionenstadt erhielt erst 1961 den Namen Wolgograd nach dem längsten europäischen Fluss, an dessen westlichem Ufer sie liegt und der wie kein anderer die Mythen und die Geschichte Russlands prägte. Wolgograd erstreckt sich in einer Breite von 10 bis 60 Kilometern entlang des großen Stroms und ist ein beliebter Ziel- und Starthafen für Flusskreuzfahrten. Über den Wolga-Don-Kanal kann man von hier aus auf den Don und bis nach Rostow gelangen. Traurige Berühmtheit erlangte das wichtige Industriezentrum unter seinem vorigen Namen Stalingrad, den es von 1925 bis 1961 trug. Die Erinnerung an die Schlacht, die zu einem Wendepunkt des Zweiten Weltkriegs wurde, ist hier bis heute lebendig. Wegen seiner geographisch attraktiven Lage zwischen Wolga und Don war das heutige Stadtgebiet schon mehrere Jahrhunderte v. Chr. besiedelt. Zarizyn, wie Wolgograd bis 1925 hieß, wurde am 2. Juli 1589 offiziell als südliche Festungsstadt Russlands gegründet. Zunächst auf einer Wolgainsel errichtet, zog die Festung nach einem Brand an das rechte Wolgaufer. Noch im 17. und 18. Jahrhundert zählte die Stadt nur wenige hundert Einwohner. Der wirtschaftliche Aufstieg als Handelszentrum der Region begann Anfang des 19. Jahrhunderts. Zwei Eisenbahnlinien machten Zarizyn in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Verkehrsknotenpunkt. Die Verbindungen zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer sowie zwischen Zentralrussland und dem Kaukasus begünstigten die Entwicklung zur Großindustriestadt. Zur Umbenennung der Stadt in Stalingrad kam es 1925 zu Ehren Josef Stalins, der in Zarizyn während des russischen Bürgerkriegs als Armeekommissar gedient hatte. 1961 erhielt Stalingrad im Zuge der Entstalinisierung den Namen Wolgograd. Vom Stadtbild vor dem Zweiten Weltkrieg ist nichts geblieben. Das völlig zerstörte Stalingrad wurde in den 1950er und 1960er Jahren neu aufgebaut - in der damals typischen spätstalinistischen Architektur. So bietet das moderne Wolgograd heute ein recht geschlossenes Stadtbild, das einen interessanten Einblick in den sowjetischen Baustil der Mitte des 20. Jahrhunderts vermittelt. Die Sehenswürdigkeiten für Besucher der Stadt drehen sich jedoch vor allem um die Themen Erinnerung und Mahnung. Zwei Stätten sind besonders hervorzuheben: die Ruine einer ehemaligen Getreidemühle, die man als Erinnerung an das Kriegsgeschehen stehen ließ, und der Mamajew-Hügel. Eine monumentale Statue überragt diese weitläufige Gedenkstätte an die Schlacht von Stalingrad hoch über der Stadt: Ihr Name lautet „Mutter Heimat ruft“ und mit 85 Metern ist sie die höchste freistehende Statue der Welt. Kämpferisch erhebt die eindrucksvolle Gestalt ein 33 Meter hohes Schwert in den Himmel. Obwohl die Statue schon von weitem den Mamajew-Hügel beherrscht, ist sie nur ein Teil des riesigen Gedenkparks, der durch seine Gestaltung, kleinere Denkmäler und andere Details zum Innehalten aufruft. In einer kreisförmigen Halle befindet sich die von einer großen Hand gehaltene „Ewige Flamme“. Unberührt verlässt kein Besucher das weite Areal.


Tag 1314:00   AnkunftRostow am Don (Russland)

„Stadt der fünf Meere“ wird Rostow am Don, mit rund 1,1 Millionen Einwohnern zehntgrößte Stadt Russlands, auch genannt. Dabei liegt sie streng genommen gar nicht direkt an der See, sondern am Don, der etwa 46 Kilometer weiter flussabwärts in das Asowsche Meer fließt, einem Nebenmeer des Schwarzen Meers. Der Wolga-Don-Kanal verbindet Rostow mit dem Kaspischen Meer. Schließlich kann man auch nach einer sehr langen Fahrt von Rostow aus bis zur Ostsee und an das Weiße Meer gelangen. Ein weiterer standortbestimmender Beiname der 1797 gegründeten Stadt lautet das „Tor zum Kaukasus“, denn sie ist das wirtschaftliche, politische und kulturelle Zentrum Südrusslands. Rostow am Don ist ein beliebter Start- und Zielhafen für Kreuzfahrten auf der Wolga und dem Don. Die Lage des heutigen Rostows war bereits in der Antike so attraktiv, dass es besiedelt wurde. Nicht weit entfernt befand sich das griechische Tanais. Nach einiger Zeit unter genueser Herrschaft war die Region vom 15. bis zum 18. Jahrhundert osmanisch, bis schließlich Russland die Kontrolle über den gesamten Norden des Schwarzen Meers übernahm. Rostows Gründung als Festungssiedlung ist auf das Jahr 1761 zurückzuführen. Ihren Namen erhielt sie nach dem Metropoliten Dimitri von Rostow. Nachdem sie nach wenigen Jahrzehnten Ende des 18. Jahrhunderts ihre militärische Bedeutung verloren hatte, erhielt Rostow 1797 Stadtrechte und entwickelte sich bald zum florierenden Handelszentrum. Im folgenden Jahrhundert wurde Rostow zudem als Hafenumschlagsplatz zum wichtigsten Verkehrsknotenpunkt im russischen Süden und zum Ende des 19. Jahrhunderts ein wichtiger Industriestandort mit etwa 140 Betrieben. Mit der Eingemeindung der Nachbarstadt Nachitschewan wurde Rostow in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts zur drittgrößten Stadt Russlands. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt schwer zerstört und in den 1950er Jahren neu aufgebaut. Seit Ende der 1980er Jahre ist Rostow am Don eine Millionenstadt. Obwohl das Stadtbild Rostows überwiegend modern ist, kann man bei einer Stadtbesichtigung einige detailreich restaurierte wunderschöne Gebäude aus dem 19. Jahrhundert sowie viele russisch-orthodoxe Kirchen bewundern. Besonders hervorzuheben ist die von Konstantin Andrejewitsch Thon 1885 erbaute monumentale Christi-Geburts-Kathedrale. Von Thon stammt auch die berühmte, 103 Meter hohe Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau. Die Haupteinkaufsstraße Bolschaja Sadowaja wurde teilweise zur Fußgängerzone umgewandelt. Hier lohnt es sich nicht nur, die Auslagen der Geschäfte zu betrachten, sondern auch die Bauweise der Theater, Museen und Konzerthallen Rostows. Der Theaterplatz markiert übrigens die Grenze zwischen den ehemaligen Nachbarstädten Rostow und Nachitschewan. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, auf dem Stadtrundgang im Zentrum eine Straßenunterführungen zu durchqueren, dann sollte man auf interessanten Fliesenmosaiken achten, die beim Wiederaufbau der Stadt die Errungenschaften des Sozialismus für seine Bevölkerung darstellen sollten. Vor der Rückkehr auf das Flussschiff empfiehlt sich ein Spaziergang am schönen Donufer. Hier kann man die lebensfrohe Atmosphäre genießen und an Gastro- und Souvenirständen entlangschlendern, wo man vielleicht das eine oder andere Andenken an die Reise erstehen könnte.


Tag 14   HafenRostow am Don (Russland)

„Stadt der fünf Meere“ wird Rostow am Don, mit rund 1,1 Millionen Einwohnern zehntgrößte Stadt Russlands, auch genannt. Dabei liegt sie streng genommen gar nicht direkt an der See, sondern am Don, der etwa 46 Kilometer weiter flussabwärts in das Asowsche Meer fließt, einem Nebenmeer des Schwarzen Meers. Der Wolga-Don-Kanal verbindet Rostow mit dem Kaspischen Meer. Schließlich kann man auch nach einer sehr langen Fahrt von Rostow aus bis zur Ostsee und an das Weiße Meer gelangen. Ein weiterer standortbestimmender Beiname der 1797 gegründeten Stadt lautet das „Tor zum Kaukasus“, denn sie ist das wirtschaftliche, politische und kulturelle Zentrum Südrusslands. Rostow am Don ist ein beliebter Start- und Zielhafen für Kreuzfahrten auf der Wolga und dem Don. Die Lage des heutigen Rostows war bereits in der Antike so attraktiv, dass es besiedelt wurde. Nicht weit entfernt befand sich das griechische Tanais. Nach einiger Zeit unter genueser Herrschaft war die Region vom 15. bis zum 18. Jahrhundert osmanisch, bis schließlich Russland die Kontrolle über den gesamten Norden des Schwarzen Meers übernahm. Rostows Gründung als Festungssiedlung ist auf das Jahr 1761 zurückzuführen. Ihren Namen erhielt sie nach dem Metropoliten Dimitri von Rostow. Nachdem sie nach wenigen Jahrzehnten Ende des 18. Jahrhunderts ihre militärische Bedeutung verloren hatte, erhielt Rostow 1797 Stadtrechte und entwickelte sich bald zum florierenden Handelszentrum. Im folgenden Jahrhundert wurde Rostow zudem als Hafenumschlagsplatz zum wichtigsten Verkehrsknotenpunkt im russischen Süden und zum Ende des 19. Jahrhunderts ein wichtiger Industriestandort mit etwa 140 Betrieben. Mit der Eingemeindung der Nachbarstadt Nachitschewan wurde Rostow in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts zur drittgrößten Stadt Russlands. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt schwer zerstört und in den 1950er Jahren neu aufgebaut. Seit Ende der 1980er Jahre ist Rostow am Don eine Millionenstadt. Obwohl das Stadtbild Rostows überwiegend modern ist, kann man bei einer Stadtbesichtigung einige detailreich restaurierte wunderschöne Gebäude aus dem 19. Jahrhundert sowie viele russisch-orthodoxe Kirchen bewundern. Besonders hervorzuheben ist die von Konstantin Andrejewitsch Thon 1885 erbaute monumentale Christi-Geburts-Kathedrale. Von Thon stammt auch die berühmte, 103 Meter hohe Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau. Die Haupteinkaufsstraße Bolschaja Sadowaja wurde teilweise zur Fußgängerzone umgewandelt. Hier lohnt es sich nicht nur, die Auslagen der Geschäfte zu betrachten, sondern auch die Bauweise der Theater, Museen und Konzerthallen Rostows. Der Theaterplatz markiert übrigens die Grenze zwischen den ehemaligen Nachbarstädten Rostow und Nachitschewan. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, auf dem Stadtrundgang im Zentrum eine Straßenunterführungen zu durchqueren, dann sollte man auf interessanten Fliesenmosaiken achten, die beim Wiederaufbau der Stadt die Errungenschaften des Sozialismus für seine Bevölkerung darstellen sollten. Vor der Rückkehr auf das Flussschiff empfiehlt sich ein Spaziergang am schönen Donufer. Hier kann man die lebensfrohe Atmosphäre genießen und an Gastro- und Souvenirständen entlangschlendern, wo man vielleicht das eine oder andere Andenken an die Reise erstehen könnte.


Alle nicht genannten Tage sind Seetage.
Alle Angabe ohne Gewähr.

Weitere Informationen


Preise & Verfügbarkeit


MS Scholochow vom 22.09.2017 bis 05.10.2017
Standard Außenkabine mit Bullauge (Kategorie AS)
Deck 1
Inkl. 6 Ausflügen
 
TarifinfoTarifinfo  
990,00 € p.P.

Kabinenkategorie ausgebucht.
Komfort Außenkabine mit zu öffnendem Fenster (Kategorie AK)
Deck 2 (Achtern)
Inkl. 6 Ausflügen
 
TarifinfoTarifinfo  
1.090,00 € p.P.

Kabinenkategorie ausgebucht.
Premium Außenkabine mit zu öffnendem Fenster (Kategorie AP)
Deck 2
Inkl. 6 Ausflügen
 
TarifinfoTarifinfo  
1.190,00 € p.P.

Kabinenkategorie ausgebucht.
Deluxe Außenkabine mit zu öffnendem Fenster (Kategorie AD)
Deck 3
Inkl. 6 Ausflügen
 
TarifinfoTarifinfo  
1.290,00 € p.P.

Kabinenkategorie ausgebucht.
Royal Außenkabine mit zu öffnendem Fenster (Kategorie AR)
Deck 4
Inkl. 6 Ausflügen
 
TarifinfoTarifinfo  
1.390,00 € p.P.

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