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Marseille liegt an der südfranzösischen Mittelmeerküste zwischen Küstengebirgen, dem Nationalpark Calanques und der Bucht Golfe du Lion. Mit über 800.000 Einwohnern ist sie die zweitgrößte Stadt Frankreichs und besitzt den bedeutendsten Hafen des Landes. Gegründet wurde Marseille um 600 v. Chr. von Griechen unter dem Namen Massalia. Die Stadt entwickelte sich früh zu einem wichtigen Handelszentrum und war zeitweise selbstständig, bevor sie 1481 zu Frankreich kam. Die Marseillaise, später zur Nationalhymne erklärt, wurde erstmals von Revolutionären aus Marseille in Paris gesungen.Zentral in der Stadt liegt der alte Hafen, der Vieux Port, mit breiten Uferwegen, Marktständen und direktem Zugang zur Innenstadt. Nur wenige Schritte entfernt beginnt das Viertel Le Panier mit engen Gassen, bunten Fassaden und üppig bepflanzten Balkonen. Die Festung Saint Jean mit zwei Türmen aus dem 15. Jahrhundert markiert den Hafeneingang. Heute verbindet sie eine Brücke mit dem modernen Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers (MUCEM), das auch Zugang zum Jardin des Migrations bietet. Hoch über der Stadt erhebt sich die Wallfahrtskirche Notre-Dame de la Garde mit Blick auf das Häusermeer, das Umland und das offene Meer.
Mahon ist die die Hauptstadt von Menorca, die zu der Gruppe der Balearen gehört. Mahon hat den zweittiefsten natürlichen Hafen der Welt. Die Bezeichnung und Entstehung des Ortes wird zurückgeführt auf den Bruder Hannibals, Mago Barca, der dort 205 v. Chr. Zuflucht fand. Nach dem Fall des Weströmischen Reiches wurde die Insel in das Byzantinische Reich eingegliedert, 903 wurde sie Teil des Kalifats von Cordoba. Im Jahre 1287 wurde der im westlichen Mittelmeer strategisch wichtige Hafen neu befestigt. Die Insel erlebte im 18. Jh. mehrmals wechselnde Herrschaft, bis sie endgültig 1802 an Spanien zurückgegeben wurde. Die Architektur Mahons wurde besonders durch die Briten stark beeinflusst. Das Stadttor Portal de Sant Roc (erbaut um 1500) ist von der mittelalterlichen Stadtmauer erhalten geblieben. Mahon bietet sehenswerte Kirchen und Märkte, vom alten Kreuzgang eines ehemaligen Klosters gewinnt man eine herrliche Aussicht auf den Hafen von Mahon.
Cagliari, die charmante Hauptstadt Sardiniens, liegt malerisch am Golf von Cagliari im Süden der Insel. Die historische Altstadt „Castello“ thront auf einem Hügel und bietet einen weiten Blick über das Meer und die umliegenden Viertel. Eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten wie die Bastion San Remy, der Elefantenturm und der Torre di San Pancrazio stammen aus der Zeit der pisanischen Herrschaft. Mittendrin erhebt sich der Dom Santa Maria di Castello, der im 13. Jahrhundert errichtet wurde – mit original erhaltenen Portalen, einem romanischen Glockenturm und einem eingemauerten römischen Sarkophag über dem Hauptportal.Wer Cagliari besucht, kann sich auf mediterrane Leichtigkeit, Geschichte und Natur pur freuen. Der feinsandige Stadtstrand Poetto zieht sich über mehrere Kilometer entlang der Küste und lädt ebenso zum Verweilen ein wie der grüne Parco Monte Urpinu oder die Salinen mit ihren Flamingos. Shoppingfreunde kommen in der eleganten Via Roma oder der Einkaufsstraße Via Manu auf ihre Kosten. Kulturinteressierte besuchen die Basilica di Bonaria oder das archäologische Museum Museo del tesoro di Sant’Eulalia mit seinen unterirdischen Ausgrabungen. Für Ausflüge lohnen sich die Traumstrände von Pula, Chia und Villasimius sowie eine Wanderung zum markanten „Teufelssattel“.
Valletta, Maltas Hauptstadt, liegt auf der Halbinsel Monte Sciberras zwischen Grand Harbour und Marsamxett Harbour. Gegründet 1566 vom Großmeister Jean de la Valette, entstand die Stadt nach Plänen des italienischen Architekten Francesco Laparelli in streng rechtwinkligem Straßennetz und mit mächtigen Bastionen. Barocke Prachtbauten prägen das Bild, 1980 wurde Valletta als Gesamtmonument UNESCO-Weltkulturerbe.Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählt die St. John’s Co-Cathedral aus dem 16. Jahrhundert, einst Mitresidenz des Erzbischofs und reich geschmückt im Inneren. Der Grandmaster’s Palace, früher Sitz des Malteserordens, ist heute Amtssitz des Präsidenten. Die Upper Barrakka Gardens bieten Aussicht auf den Hafen und den täglichen Salutkanonenschuss, die ruhigeren Lower Barrakka Gardens locken mit Denkmälern berühmter Malteser. Auch die Nationalbibliothek und die Casa Rocca Piccola, ein noch bewohntes Adelshaus, sind zugänglich. Wer gern bummelt, besucht den Il-Monti-Markt in der Merchants Street oder flaniert an der „Valletta Waterfront“ mit restaurierten Lagerhäusern und Blick auf die Hafeneinfahrt.
Messina an der nordöstlichen Spitze Siziliens gilt als „Tor Siziliens“ und liegt direkt an der schmalen Meerenge, die die Insel vom italienischen Festland trennt. Die Stadt, im 8. Jh. v. Chr. als Zankle gegründet, erhielt im 5. Jh. ihren heutigen Namen. Im Mittelalter war sie bedeutender Handelsplatz und zeitweise Hauptstadt des Regno di Sicilia. Erdbeben prägten die Geschichte, zuletzt zerstörte das Beben von 1783 viele Bauten.Zentrum ist die Piazza del Duomo mit der Cattedrale di S. Maria Assunta. Ihr freistehender Glockenturm beherbergt die größte mechanische Uhr der Welt. Auf dem Platz steht der Orionbrunnen von Giovanni Angelo Montorsoli, der auch die Fontana del Nettuno schuf. Sehenswert sind zudem die Kirchen Madonna delle Grazie und Santissima Annunziata dei Catalani mit byzantinisch-arabischen Elementen. Von der Kuppel der Chiesa Cristo Re aus bietet sich ein weiter Blick über Stadt und Hafen. Palazzi wie der Palazzo Zanca oder der „Löwenpalast“ prägen das Bild. Am Hafen locken die Festung Forte del Santissimo Salvatore und die Statue der Santa Maria della Lettera, während die Via Garibaldi zum Bummeln einlädt.