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Zadar liegt im Süden Kroatiens auf einer schmalen Halbinsel zwischen dem Zadar-Kanal und der offenen Adria. Die Altstadt von ist von gut erhaltenen Festungsmauern umgeben und über eine Fußgängerbrücke mit der modernen Stadt verbunden. Vier Stadttore führen durch die Mauern, besonders auffällig ist das reich verzierte Marinetor, in das ein römischer Triumphbogen eingelassen wurde. In den engen Gassen finden sich Bauten aus römischer, byzantinischer, venezianischer und österreichischer Zeit. Plätze wie die Piazza dei Signori und die ausgedehnte Fußgängerzone laden zum Bummeln durch verschiedene architektonische Epochen ein. Besonders beeindruckend ist die Kirche des Heiligen Donat aus dem 9. Jahrhundert, eine der bedeutendsten altchristlichen Rundkirchen Kroatiens. Die benachbarte Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert zeigt romanische Baukunst mit reich dekorierter Fassade.Zadar war einst römische Kolonie, später byzantinische Hauptstadt Dalmatiens und gehörte über Jahrhunderte zur Seerepublik Venedig. Die venezianischen Verteidigungsanlagen zählen seit 2017 zum UNESCO-Weltkulturerbe. An der Uferpromenade laden zwei moderne Werke zum Verweilen ein: die Meeresorgel, deren Töne durch die Bewegung der Wellen erzeugt werden, und die Lichtinstallation „Gruß an die Sonne“. Beide wurden 2005 vollendet und sind besonders bei Sonnenuntergang ein Anziehungspunkt. Von den breiten Stufen am Wasser bietet sich ein weiter Blick auf das offene Meer.
Split an der kroatischen Adriaküste liegt malerisch zwischen dem Gebirge Mosor im Norden, dem Kozjak im Nordwesten und dem Perun im Osten. Mit über 150.000 Einwohnern ist sie die zweitgrößte Stadt Kroatiens und das wirtschaftliche wie kulturelle Zentrum Dalmatiens. Erste Siedlungen gab es hier bereits in der Kupfersteinzeit, ihre besondere Blüte erlebte die Stadt in der römischen Kaiserzeit. Kaiser Diokletian ließ um 300 n. Chr. den mächtigen Diokletianpalast errichten, dessen Mauern bis heute den Kern der Altstadt bilden.Der Palast, eine Verbindung aus römischer Villen-, Palast-, Sakral- und Militärarchitektur, wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder umgestaltet und ist heute eine Mischung aus antiken Mauern, mittelalterlichen Häusern und moderner Nutzung. Er gehört seit 1979 gemeinsam mit der Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Vier historische Tore führen in den Palastbezirk, darunter das prächtige Goldene Tor, das einst allein dem Kaiser vorbehalten war, und das Silberne Tor, das lange verschlossen blieb. Inmitten des Palastes steht die Kathedrale des hl. Domnius, deren Turm weithin sichtbar ist. Die engen Gassen rund um den Palast sind gesäumt von historischen Gebäuden, Plätzen und kleinen Geschäften, die zum Bummeln einladen. Entlang der Uferpromenade Riva lässt sich der Blick auf Hafen, Meer und vorgelagerte Inseln genießen.
Bari, Hauptstadt Apuliens an der italienischen Adria, liegt am „Sporn des Stiefels“ und ist Universitäts-, Hafen- und Bischofsstadt. Archäologische Funde belegen eine Besiedlung seit der mittleren Bronzezeit. Die Griechen nannten den Ort im 3. Jh. v. Chr. „Barion“, im 4. Jh. wurde Bari Bischofssitz. Unter dem Staufer Friedrich II. erlebte die Stadt im 13. Jh. ihre Blüte, 1813 begann der Bau der Neustadt.Die Altstadt mit engen Gassen, mittelalterlichen Fassaden und barocken Palästen beherbergt bedeutende Sakralbauten. Die Kathedrale San Sabino aus dem 12. Jh. ist für den „Bischofsstuhl des Elias“ bekannt. Die Basilika San Nicola bewahrt in ihrer Krypta die Gebeine des heiligen Nikolaus. Das Kastell, im 12. Jh. auf byzantinischen Fundamenten errichtet und unter Friedrich II. ausgebaut, diente später als Palast und zeigt heute Ausstellungen. Das Museo Archeologico Nazionale im Kloster San Scolastica präsentiert römische und griechische Funde aus Apulien, die Pinakothek Corrado Giaquinta Werke ab dem 11. Jh. Unweit des Zentrums liegt der Strand Pane e Pomodoro. Als Ausgangspunkt eignet sich Bari auch für Ausflüge zu den Höhlen von Castellana.
Der Ätna erhebt sich im Hintergrund der Stadt. Wichtige Wahrzeichen sind die Kathedrale Sant’Agata, die Kirche Collegiata und der herrliche Palast Palazzo Biscari. Die berühmteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist der Elefantenbrunnen mit einer Elefantenskulptur aus schwarzem Lavagestein, die einen ägyptischen Obelisken aus hellem Granit trägt. Nicht weit entfernt sind Überreste aus dem antiken Catania zu besichtigen: die Ruine des römischen Amphitheaters. Das Castello Ursino aus dem 13. Jahrhundert mit vier Türmen und einem Innenhof beherbergt heute das Castello das Museo Civic, ein Museum mit Kunstwerken aus unterschiedlichen historischen Epochen. Die Stadt bietet einige weitere Spezialmuseen und des Weiteren die Möglichkeit, die Geburtshäuser des Schriftstellers Giovanni Verga und des Opernkomponisten Vincenzo Bellini, dessen ausdrucksvolles Grabmal in der Kathedrale die Blicke der Besucher auf sich zieht, zu besichtigen. Die Via Etnea ist die Hauptstraße Catanias mit eindrucksvollen Gebäuden und zahlreichen Geschäften. Erholung nach ausgiebigem Sightseeing erhält man in den nah gelegenen Gärten der Villa Bellini mit ihren hohen Bäumen und bezaubernden Brunnen.
Valletta, Maltas Hauptstadt, liegt auf der Halbinsel Monte Sciberras zwischen Grand Harbour und Marsamxett Harbour. Gegründet 1566 vom Großmeister Jean de la Valette, entstand die Stadt nach Plänen des italienischen Architekten Francesco Laparelli in streng rechtwinkligem Straßennetz und mit mächtigen Bastionen. Barocke Prachtbauten prägen das Bild, 1980 wurde Valletta als Gesamtmonument UNESCO-Weltkulturerbe.Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählt die St. John’s Co-Cathedral aus dem 16. Jahrhundert, einst Mitresidenz des Erzbischofs und reich geschmückt im Inneren. Der Grandmaster’s Palace, früher Sitz des Malteserordens, ist heute Amtssitz des Präsidenten. Die Upper Barrakka Gardens bieten Aussicht auf den Hafen und den täglichen Salutkanonenschuss, die ruhigeren Lower Barrakka Gardens locken mit Denkmälern berühmter Malteser. Auch die Nationalbibliothek und die Casa Rocca Piccola, ein noch bewohntes Adelshaus, sind zugänglich. Wer gern bummelt, besucht den Il-Monti-Markt in der Merchants Street oder flaniert an der „Valletta Waterfront“ mit restaurierten Lagerhäusern und Blick auf die Hafeneinfahrt.
Palermo mit rund 700.000 Einwohnern liegt an der Nordküste Siziliens zwischen Monte Pellegrino und Monte Catalfano in einer fruchtbaren Ebene, die einst von Arabern mit Zitrusgärten geprägt wurde. Die Stadt wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. von Phöniziern gegründet und entwickelte sich unter Karthagern, Römern, Arabern und Normannen zu einem wichtigen Handels- und Kulturzentrum. Aus der normannischen Zeit stammen bedeutende Bauwerke wie der Normannenpalast, heute Sitz des sizilianischen Parlaments, sowie die Paläste La Zisa und La Cuba.Im Herzen der Altstadt liegt der Platz Quattro Canti, umgeben von vier barocken Palästen mit Brunnen und Statuen. Nahebei steht die Fontana Pretoria mit ihren reich verzierten Marmorskulpturen. Die Kathedrale von Palermo, Ende des 12. Jahrhunderts erbaut und später mehrfach umgestaltet, trägt heute eine markante Barockkuppel. Das neoklassizistische Teatro Politeama prägt die Piazza Ruggero Settimo, während die Fontana del Genio auf der Piazza della Rivoluzione zu den Wahrzeichen der Stadt zählt. Der Botanische Garten von 1779 beeindruckt mit reicher Pflanzenvielfalt. Museen wie das Archäologische Regionalmuseum oder die Galleria Regionale della Sicilia geben Einblicke in Palermos lange Geschichte und Kunsttradition.
Mallorca, die größte der Baleareninseln, wurde bereits vor rund 6.000 Jahren besiedelt und stand in der Antike unter dem Einfluss Karthagos und später Roms. Die arabische Herrschaft ab 903 prägte Sprache, Landwirtschaft und Architektur, bevor die Insel ins christliche Königreich eingegliedert wurde. Hauptstadt ist Palma de Mallorca, in der etwa die Hälfte der Inselbevölkerung lebt. Die weithin sichtbare Kathedrale „La Seu“ prägt das Stadtbild seit dem späten 16. Jahrhundert. Ihr Bau vereint gotische, barocke und klassizistische Elemente. Nebenan steht der Königspalast, der dem spanischen Monarchen als Residenz dient.
Über der Stadt erhebt sich das kreisrunde Castell de Bellver aus dem 14. Jahrhundert, in dem romanische und gotische Formen zusammentreffen. Palma bietet zudem das Museum Es Baluard für zeitgenössische Kunst sowie die Stiftung Fundació Pilar i Joan Miró im Vorort Cala Major mit Atelier und Werken des Künstlers. Beliebt sind Ausflüge mit dem Tren de Sóller von Palma ins Tramuntana-Gebirge oder mit der historischen Straßenbahn weiter bis Port de Sóller. Die Strände der Umgebung, darunter der weitläufige Playa de Palma, bieten Gelegenheit zu Spaziergängen am Meer.