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Mit rund 8.000 Einwohnern ist Stornoway der Hauptort der Insel Lewis and Harris in der Inselgruppe der Äußeren Hebriden vor der Westküste Schottlands. Der Hafen dient bis heute als Stützpunkt einer Fischereiflotte. Die Umgebung ist von Mooren, Felsenküsten und weiten Ebenen mit artenreicher Tier- und Pflanzenwelt geprägt. Die Stadt wurde im 9. Jahrhundert von Wikingern unter dem Namen Stjórnavágr an einem Naturhafen gegründet. Bewohner der Insel reisten mit Booten oder Pferdekutschen hierher. 1844 ging die Insel in den Besitz von Sir James Matheson über, der das heutige Lews Castle auf einem Hügel über der Bucht errichten ließ. Die Reste der alten Festung wurden 1882 zerstört, als der Hafen erweitert wurde. Das im viktorianischen Stil errichtete Lews Castle beherbergt seit 2016 ein Museum und Kulturzentrum. Im Erdgeschoss befinden sich ein restaurierter Ballsaal und ein öffentliches Café. Neben internationalen Ketten gibt es Läden mit Schmuck und handgewebter Kleidung. In der Einkaufsstraße werden Produkte aus Harris Tweed angeboten, der auf der Insel bis heute von Hand gewebt wird. Ein Spaziergang entlang der Uferpromenade führt am alten Rathaus, mehreren Hotels und Pubs vorbei. Die Häuserfassaden sind bunt gestrichen.
Belfast, die Hauptstadt von Nordirland und die zweitgrößte Stadt der Irischen Insel, liegt an der Mündung des Flusses Lagan in der Bucht von Belfast. Im heutigen Stadtgebiet wurde im Jahr 1177 eine normannische Burg errichtet. Die eigentliche Stadt Belfast jedoch wurde 1603 gegründet und von schottischen Presbyterianern besiedelt. Im 17. Jh. wurde dort die Leinenindustrie durch französische Hugenotten eingerichtet. Belfast stand lange für den Nordirlandkonflikt, der seit 1969 zwischen Katholiken und Protestanten begann und 1998 offiziell beendet wurde. Man kann sich auf die Spuren dieses Konflikts zur sog. Peace Line begeben: Eine Mauer in West Belfast trennt die Gebiete der Wohngebiete von Protestanten (Shankill Road) und Katholiken (Falls Road). Zwei riesige Kräne, Samson und Goliath, zählen zu den Wahrzeichen Belfasts. Sie gehören zur Harland & Wolff Werft, einst eine der mächtigsten Schiffbauer. Hier lief auch die Titanic 1912 vom Stapel. Auf dem Gelände, wo sie gebaut wurde, befindet sich heute das größte Titanic-Zentrum der Welt. Das Stadtbild ist durch viktorianische Architektur geprägt. Das Belfast Castle, das Schloss auf dem Cavehill, ist der Nachfolgebau der Normannenburg. Sehenswert ist auch das Ulster-Museum mit Funden eines 1588 gesunkenen Schiffes, das zur spanischen Armada gehörte.
St. Peter Port an der Ostküste der Kanalinsel Guernsey ist mit rund 19.000 Einwohnern Hauptstadt und kulturelles Zentrum der Insel. Enge, teils steile Kopfsteinpflastergassen prägen das Stadtbild. Promenaden am Meer bieten weite Ausblicke auf den Ärmelkanal. Archäologische Funde belegen eine Besiedlung seit etwa 10.000 v. Chr.; der Hafen war schon in römischer Zeit ein wichtiger Handelsplatz. Guernsey gehört bis heute als Kronbesitz direkt dem britischen Königshaus. Im 19. Jahrhundert lebte Victor Hugo hier im Exil, sein „Hauteville House“ kann besichtigt werden.Vom Hafen aus fällt der Blick auf das Cornet Castle, dessen Ursprünge ins 13. Jahrhundert reichen. Die Anlage wurde mehrfach erweitert und beherbergt heute mehrere Museen zur Insel- und Hafengeschichte. Von den Mauern bietet sich ein eindrucksvoller Blick über Stadt und Meer. Die Innenstadt ist vom gregorianischen und Regency-Stil geprägt, das Guernsey Museum widmet sich Kunst und Kultur der Insel. Nördlich liegt mit dem Dolmen Le Dehus ein bedeutendes Zeugnis der Megalithkultur. Erholung findet man in den Candie Gardens, einem restaurierten viktorianischen Garten mit einer Statue Victor Hugos.