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Las Palmas liegt im Nordosten Gran Canarias und ist mit über 370.000 Einwohnern die größte Stadt der Kanarischen Inseln. Der weitläufige Hafen Puerto de la Luz zählt zu den wichtigsten im Atlantik und verbindet die Stadt mit Europa, Afrika und Südamerika. Direkt am Meer erstreckt sich der Stadtstrand Las Canteras mit seiner langen Promenade, an der sich das Viertel Santa Catalina anschließt. Hier liegt auch der Park Santa Catalina, einer der belebtesten Orte der Stadt. Nördlich davon befindet sich die alte Festung Castillo de la Luz, heute ein Museum zur Geschichte der Seefahrt.Das historische Zentrum bildet der Stadtteil Vegueta, dessen Entstehung auf das 15. Jahrhundert zurückgeht. Zu den bedeutendsten Bauwerken zählt die Kathedrale Santa Ana, deren Bau 1497 begann. Sie vereint gotische, Renaissance- und klassizistische Elemente. Gleich dahinter liegt die Casa de Colón, ein Kolonialbau mit einem Museum über Christoph Kolumbus und die Zeit der Atlantiküberquerungen. Rund um die Plaza del EspÃritu Santo finden sich weitere historische Gebäude wie das klassizistische Rathaus und das Museo Canario. Südlich schließt sich Triana an, ein ehemaliges Kaufmannsviertel mit Jugendstilfassaden, kleinen Theatern, Plätzen und Cafés. In der Gartenstadt Ciudad JardÃn liegen der Park Doramas und der Pueblo Canario mit traditionellem Kunsthandwerk.
Basseterre liegt an der Südküste von St. Kitts und zählt rund 13.000 Einwohner. Die Hauptstadt des Inselstaates St. Kitts und Nevis ist eines der kleineren Ziele auf Karibikreisen. Die europäische Besiedlung begann im 17. Jahrhundert durch Briten und Franzosen. Basseterre wurde 1625 von französischen Siedlern gegründet und entwickelte sich im Laufe der Kolonialzeit zu einem wichtigen Verwaltungszentrum. Seit 1983 ist St. Kitts und Nevis unabhängig.
Im Zentrum der Stadt befindet sich der Circus, ein kreisförmiger Platz mit der grünen Berkeley Memorial Clock in seiner Mitte. Umgeben ist er von Gebäuden im Kolonialstil. Nur wenige Schritte entfernt liegt der Independence Square mit der katholischen Kathedrale St. George, deren Architektur Elemente der Neogotik und des Karibikstils vereint. Viele der älteren Gebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert werden heute als Restaurants, Cafés oder Geschäfte genutzt. Zu den gut erhaltenen Bauwerken zählt das Georgian House, ein ehemaliges Wohnhaus aus der Kolonialzeit. Lohnende Ziele in der Umgebung sind das Fairview Great House mit einem gepflegten Garten und die auf einem Hügel gelegene Festung Brimstone Hill, ein großflächiges britisches Verteidigungswerk mit Blick auf die Insel und das Meer.
Pointe-à -Pitre ist eine französische Stadt auf Guadeloupe und liegt ganz im Westen der Insel Grande-Terre. Zu den touristischen Hauptattraktionen gehören das Aquarium de la Guadeloupe, das archäologische Museum Edgar Clerc und das Musée Schoelcher. Für den Golfsportbietet Pointe a Pitre den Golf Municipal Saint-François.
Philipsburg ist die Hauptstadt von Sint Maarten, dem niederländischen Teil der Karibikinsel St. Martin. Die Stadt wurde 1763 vom schottischen Marineoffizier John Philips gegründet und entwickelte sich rasch zu einem wichtigen Handelsplatz. Zwei Festungen erinnern an ihre strategische Bedeutung: Fort Amsterdam von 1631, heute Lebensraum einer Pelikankolonie, und Fort Willem I, 1801 von Briten erbaut und später von den Niederländern übernommen.Die Promenade entlang der Great Bay lädt zum Spaziergang ein, während die Einkaufsstraßen dank des Freihafenstatus zollfreies Einkaufen ermöglichen. Flugzeugfans finden am berühmten Strand nahe der Landebahn spektakuläre Fotomotive bei den besonders tiefen Anflügen. Der St. Maarten Zoo zeigt heimische und exotische Tiere. Im Sint Maarten Museum vermitteln Exponate Einblicke in die Kultur der Arawak, die vor der Kolonialisierung hier lebten. Naturliebhaber können im Seaside Nature Park Küstenwege und Waldpfade erkunden. Die Verbindung aus Kolonialgeschichte, tropischer Landschaft und lebendigem Stadtleben macht Philipsburg zu einem vielseitigen Ziel in der Karibik.
Road Town auf Tortola, der größten der Britischen Jungferninseln, liegt an der geschützten Road Bay. Bereits um 200 n. Chr. siedelten hier die Arawak, später übernahmen die Kariben die Insel. Erste dauerhafte Europäer waren Piraten wie Blackbeard. 1621 nahmen die Niederländer Tortola in Besitz, 1648 gründeten sie Road Town. Wenige Jahrzehnte später fiel die Insel an England, das bis Mitte des 19. Jahrhunderts Zuckerrohr mit Sklavenarbeit anbauen ließ.Die Main Street mit ihren Geschäften, Märkten und Cafés bildet das Herz der Stadt. Mehrere historische Forts erinnern an die Vergangenheit: Fort Charlotte auf dem 280 Meter hohen Harrigan’s Hill, gegenüber Fort George sowie Reste von Fort Burt am südwestlichen Stadtrand. Das Government House zeigt koloniale Architektur und ein Museum mit historischen Möbeln und Exponaten zur Inselgeschichte. Das Virgin Island Historical Society Folk Museum widmet sich den Ureinwohnern und der Zeit vor der Kolonialisierung. Ein Botanischer Garten mit Miniatur-Regenwald, Wasserfall, Seerosenteich und Tropenvögeln veranschaulicht die heimische Natur. In der Umgebung bietet der Mount Sage, höchste Erhebung des Archipels, geschützte Landschaften und Ausblicke.
Saint John’s ist die Hauptstadt von Antigua und Barbuda und liegt an einer Bucht im Nordwesten der Insel Antigua. Gegründet wurde die Stadt 1632 von englischen Siedlern und entwickelte sich zum Verwaltungszentrum beider Inseln. Im 18. Jahrhundert war sie Stützpunkt der Royal Navy in den Antillen, später Sitz wichtiger anglikanischer und römisch-katholischer Bistümer. Seit 1981 ist Saint John’s Hauptstadt des unabhängigen Inselstaates. Das Stadtbild wird von der Saint John’s Kathedrale geprägt, ein weißer Barockbau mit zwei Türmen aus dem Jahr 1845. Im Old Court House von 1747 ist das Nationalmuseum untergebracht. An der Nordseite des Hafens stehen die Überreste von Fort James mit gut erhaltenen Mauern und Kanonen.Das Viertel Redcliffe Quay, einst Zentrum des Zuckerhandels und Ort des Sklavenmarkts, bietet heute restaurierte Lagerhäuser mit Läden, Cafés und Restaurants. In Hafennähe liegt Heritage Quay mit zollfreien Geschäften. Beliebte Ausflugsziele auf der Insel sind der Naturhafen English Harbour mit der historischen Anlage Nelson’s Dockyard sowie Shirley Heights, ein Aussichtspunkt mit Blick über den Süden Antiguas.
Roseau ist mit rund 15.000 Einwohnern die Hauptstadt Dominicas und liegt an der Südwestküste der Insel. Der Ort wurde im 17. Jahrhundert von französischen Siedlern gegründet und nach den Schilfrohren benannt, die hier wuchsen. Später fiel Dominica an Großbritannien, seit 1978 ist die Insel unabhängig. Das Stadtbild vereint französische und britische Kolonialarchitektur. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen der Botanische Garten am Stadtrand und der Aussichtspunkt Morne Bruce mit Blick über Stadt und Küste. Am Hafen liegt der Kunsthandwerkmarkt auf dem früheren Sklavenmarkt. Die Festung Fort Young aus dem 18. Jahrhundert wird heute als Hotel genutzt. In der Nähe befinden sich das ehemalige Gouverneurshaus und das Parlamentsgebäude.Dominica ist vulkanischen Ursprungs und von dichter Vegetation bedeckt. Der Morne-Trois-Pitons-Nationalpark mit dem Boiling Lake, den Trafalgar Falls und dem Emerald Pool gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe. Heiße Quellen wie die Sulphur Springs, Wasserfälle, Flüsse und dunkle wie auch helle Sandstrände prägen das Umland. Beliebte Ziele sind zudem der Indian River, das Champagne Reef zum Schnorcheln und Strände wie Mero Beach oder Castaways Beach.
Castries ist die Hauptstadt von St. Lucia und zählt rund 20.000 Einwohner. Gegründet im 17. Jahrhundert von französischen Siedlern, erhielt die Stadt ihren Namen nach dem französischen Marineminister Maréchal de Castries. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Castries zu einem bedeutenden Handelsplatz. Mehrfach durch verschiedenste Gründe zerstört, wurde die Stadt immer wieder aufgebaut.Zu den markantesten Bauwerken zählt die Kathedrale von Castries, 1931 geweiht und mit großflächigen Wandmalereien geschmückt. Gleich daneben liegt der Derek-Walcott-Platz mit schattenspendenden Palmen und Holzhäusern aus dem 19. Jahrhundert. Der zentrale Markt bietet lokale Produkte und Handwerk. Am Stadtrand steht das Government House im französischen Kolonialstil, Sitz des Gouverneurs und Standort des Le Pavillon Royal Museum. Der Vigie-Leuchtturm aus dem Jahr 1914 eröffnet Ausblicke auf Stadt, Meer und die bewaldeten Höhen des Umlands. St. Lucia selbst lockt mit Regenwäldern, Wasserfällen, Vulkanstränden und einer markanten Bergkulisse, die Castries einen eindrucksvollen Rahmen verleiht.
Die Meerespromenade und der Parc de la Savane laden zum Spaziergang ein. Aus der Kolonialzeit stammen das Rathaus, die Kathedrale Saint-Louis und die Kirche im Historismus-Stil mit Orgel. Die im selben Stil errichtete Bibliothek wurde 1889 für die Pariser Weltausstellung erbaut und später hierher gebracht. Das „Denkmal ohne Kopf“ erinnert an Joséphine de Beauharnais, die aus Martinique stammende Ehefrau Napoleons. Das Archäologische Museum behandelt indigene Kultur und den Sklavenhandel, das Regionalmuseum für Geschichte und Ethnographie ist in einer Villa aus dem 19. Jahrhundert untergebracht. In der Umgebung lohnen der Jardin de Balata mit tropischen Pflanzen und die ehemalige Hauptstadt Saint-Pierre mit dem Paul-Gauguin-Museum einen Besuch.
Der gesamte historische Stadtkern von Bridgetown ist so gut erhalten, dass er wie die Garnison in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Am National Heroes Square befindet sich neben dem Nelson-Denkmal aus dem frühen 19. Jahrhundert auch das Parliament Building, ein neugotischer Bau mit dem Sitz beider Parlamentskammern. Entdecken kann man auch Bridgetowns bedeutende Kolonialbauten, die einst die Briten errichteten, darunter die anglikanische Kathedrale St. Michael’s Cathedral, das Barbados Mutual Building, die St. Anne’s Garrison und die Anlage des Harrison Colleges. An der Chamberlain-Brücke können Reisende den Unabhängigkeitsbogen und die Säule mit dem nationalen Treuegelöbnis von Barbados entdecken. Die zentrale Einkaufsmeile beginnt am Heroes Square und erstreckt sich entlang der Broad Street.
Auch ein Spaziergang entlang der Careenage, einer Flussmündung und Jachthafen von Barbados, ist reizvoll. Der Name ist auf das englische „careening“ zurückzuführen, da man an dieser Stelle einst die Segelschiffe zur Säuberung der Rümpfe kielholte. In Mount Gay gibt es eine der weltweit ältesten Rumbrennereien, die Führungen und Verkostungen anbietet. Zur maritimen Auszeit locken der Stadtstrand Carlisle Bay sowie die unweit von Bridgetown gelegenen Strände Accra Beach und Sandy Beach. Beliebt auf Barbados sind auch Wassersportaktivitäten wie Schnorcheln, Tauchen, Wandern und Katamaransegeln. Auch die Höhlensysteme Coles Cave und Harrison’s Cave sind Besuchermagnete. Die tierische Artenvielfalt der Insel kann im Barbados Wildlife Reserve, einem Naturschutzpark inmitten des Mahagoniwaldes, erkundet werden.
Die Kongress- und Konzerthalle Auditorio de Tenerife ist das moderne Wahrzeichen von Santa Cruz und fällt durch eine außergewöhnliche Bauweise auf. Gebäude aus der Zeit der spanischen Kolonialisierung der Kanarischen Inseln prägen die Altstadt. Hervorzuheben ist auch die Kirche Iglesia de Nuestra Señora de la Conceptión, die im 17. Jahrhundert auf den Überresten einer Kapelle mit fünf Kirchenschiffen und einem achteckigen Turm erbaut wurde. Auch die Mariä-Empfängnis-Kirche und der Palast de Carta aus dem 18. Jahrhundert, der barocke und klassizistische Elemente vereint, sind sehenswert. Ein besonders beliebter Hotspot ist die Festung Castillo de San Juan, die im 17. Jahrhundert aus Vulkangestein erbaut wurde.
Aufgrund seiner dichten Bepflanzung wird der knapp sieben Hektar große Parque Garcia Sanabria als grüne Lunge der Stadt bezeichnet. Hier wachsen Palmen, riesige Kakteen und herrliche Blütenpflanzen. Ein weiterer Park, der Parque Maritimo, verfügt über Schwimmbäder und einen direkten Zugang zum Meer – von hier kann man auch die beiden 120 Meter hohen Tower Las Torres de Santa gut erkennen, die höchsten Gebäude der Kanarischen Inseln. Die beliebte Einkaufsstraße in Santa Cruz ist die Calle Castillo. Wer einen echten kanarischen Markt besuchen möchte, hat die Gelegenheit, die Markthalle Nuestra Señora de Africa zu besuchen. Zum Flanieren und um einen kühlen Drink zu sich zu nehmen, ist die Ramla de Santa Cruz empfehlenswert.