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Mallorca, die größte der Baleareninseln, wurde bereits vor rund 6.000 Jahren besiedelt und stand in der Antike unter dem Einfluss Karthagos und später Roms. Die arabische Herrschaft ab 903 prägte Sprache, Landwirtschaft und Architektur, bevor die Insel ins christliche Königreich eingegliedert wurde. Hauptstadt ist Palma de Mallorca, in der etwa die Hälfte der Inselbevölkerung lebt. Die weithin sichtbare Kathedrale „La Seu“ prägt das Stadtbild seit dem späten 16. Jahrhundert. Ihr Bau vereint gotische, barocke und klassizistische Elemente. Nebenan steht der Königspalast, der dem spanischen Monarchen als Residenz dient.
Über der Stadt erhebt sich das kreisrunde Castell de Bellver aus dem 14. Jahrhundert, in dem romanische und gotische Formen zusammentreffen. Palma bietet zudem das Museum Es Baluard für zeitgenössische Kunst sowie die Stiftung Fundació Pilar i Joan Miró im Vorort Cala Major mit Atelier und Werken des Künstlers. Beliebt sind Ausflüge mit dem Tren de Sóller von Palma ins Tramuntana-Gebirge oder mit der historischen Straßenbahn weiter bis Port de Sóller. Die Strände der Umgebung, darunter der weitläufige Playa de Palma, bieten Gelegenheit zu Spaziergängen am Meer.
Palermo mit rund 700.000 Einwohnern liegt an der Nordküste Siziliens zwischen Monte Pellegrino und Monte Catalfano in einer fruchtbaren Ebene, die einst von Arabern mit Zitrusgärten geprägt wurde. Die Stadt wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. von Phöniziern gegründet und entwickelte sich unter Karthagern, Römern, Arabern und Normannen zu einem wichtigen Handels- und Kulturzentrum. Aus der normannischen Zeit stammen bedeutende Bauwerke wie der Normannenpalast, heute Sitz des sizilianischen Parlaments, sowie die Paläste La Zisa und La Cuba.Im Herzen der Altstadt liegt der Platz Quattro Canti, umgeben von vier barocken Palästen mit Brunnen und Statuen. Nahebei steht die Fontana Pretoria mit ihren reich verzierten Marmorskulpturen. Die Kathedrale von Palermo, Ende des 12. Jahrhunderts erbaut und später mehrfach umgestaltet, trägt heute eine markante Barockkuppel. Das neoklassizistische Teatro Politeama prägt die Piazza Ruggero Settimo, während die Fontana del Genio auf der Piazza della Rivoluzione zu den Wahrzeichen der Stadt zählt. Der Botanische Garten von 1779 beeindruckt mit reicher Pflanzenvielfalt. Museen wie das Archäologische Regionalmuseum oder die Galleria Regionale della Sicilia geben Einblicke in Palermos lange Geschichte und Kunsttradition.
Valletta, Maltas Hauptstadt, liegt auf der Halbinsel Monte Sciberras zwischen Grand Harbour und Marsamxett Harbour. Gegründet 1566 vom Großmeister Jean de la Valette, entstand die Stadt nach Plänen des italienischen Architekten Francesco Laparelli in streng rechtwinkligem Straßennetz und mit mächtigen Bastionen. Barocke Prachtbauten prägen das Bild, 1980 wurde Valletta als Gesamtmonument UNESCO-Weltkulturerbe.Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählt die St. John’s Co-Cathedral aus dem 16. Jahrhundert, einst Mitresidenz des Erzbischofs und reich geschmückt im Inneren. Der Grandmaster’s Palace, früher Sitz des Malteserordens, ist heute Amtssitz des Präsidenten. Die Upper Barrakka Gardens bieten Aussicht auf den Hafen und den täglichen Salutkanonenschuss, die ruhigeren Lower Barrakka Gardens locken mit Denkmälern berühmter Malteser. Auch die Nationalbibliothek und die Casa Rocca Piccola, ein noch bewohntes Adelshaus, sind zugänglich. Wer gern bummelt, besucht den Il-Monti-Markt in der Merchants Street oder flaniert an der „Valletta Waterfront“ mit restaurierten Lagerhäusern und Blick auf die Hafeneinfahrt.
Dubrovnik im Süden Kroatiens zählt zu den bekanntesten Handels- und Hafenstädten an der Adria. Der Name leitet sich vom slawischen „Dubrava“ für „Eichenhain“ ab. Bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. besiedelt, entwickelte sich der Ort ab dem 6. Jahrhundert im byzantinischen Reich. Im 14. Jahrhundert erlangte die Republik Ragusa Autonomie und wurde durch Handel mit Mittelmeerraum und Osmanischem Reich wohlhabend. Seit 1979 steht die gesamte Altstadt auf der UNESCO-Welterbeliste.Die von mächtigen Mauern aus dem 16. Jahrhundert umgebene Altstadt gilt als eines der besterhaltenen Festungssysteme Europas. Innerhalb der Mauern finden sich Bauwerke aus der Gotik, der Renaissance und den Barock. Die barocke Kathedrale beherbergt Gemälde italienischer, flämischer und kroatischer Meister. Entlang der Mauern liegen Festungen mit Museen und Veranstaltungsräumen, außerhalb ragt die Festung Lovrijenac aus dem 11. Jahrhundert auf einem Felsen über der Adria. Am Alten Hafen steht der Sponza-Palast aus dem 16. Jahrhundert mit Ausstellungen und einer Kriegsgedenkstätte. Die Hauptstraße Stradun mit ihren Seitengassen eignet sich ideal zum Erkunden der Altstadt. Für eine Pause am Meer bieten sich der feinkieselige Banje-Strand mit Blick auf Lokrum und der naturbelassene Felsenstrand Buza an.