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Mallorca, die größte der Baleareninseln, wurde bereits vor rund 6.000 Jahren besiedelt und stand in der Antike unter dem Einfluss Karthagos und später Roms. Die arabische Herrschaft ab 903 prägte Sprache, Landwirtschaft und Architektur, bevor die Insel ins christliche Königreich eingegliedert wurde. Hauptstadt ist Palma de Mallorca, in der etwa die Hälfte der Inselbevölkerung lebt. Die weithin sichtbare Kathedrale „La Seu“ prägt das Stadtbild seit dem späten 16. Jahrhundert. Ihr Bau vereint gotische, barocke und klassizistische Elemente. Nebenan steht der Königspalast, der dem spanischen Monarchen als Residenz dient.
Über der Stadt erhebt sich das kreisrunde Castell de Bellver aus dem 14. Jahrhundert, in dem romanische und gotische Formen zusammentreffen. Palma bietet zudem das Museum Es Baluard für zeitgenössische Kunst sowie die Stiftung Fundació Pilar i Joan Miró im Vorort Cala Major mit Atelier und Werken des Künstlers. Beliebt sind Ausflüge mit dem Tren de Sóller von Palma ins Tramuntana-Gebirge oder mit der historischen Straßenbahn weiter bis Port de Sóller. Die Strände der Umgebung, darunter der weitläufige Playa de Palma, bieten Gelegenheit zu Spaziergängen am Meer.
Valencia liegt an der Ostküste Spaniens an der Mündung des Turia ins Mittelmeer und ist die drittgrößte Stadt des Landes. Sie wurde 138 v. Chr. von den Römern gegründet und erlebte unter arabischer Herrschaft sowie nach der Rückeroberung durch den spanischen Nationalhelden El Cid im 11. Jahrhundert eine bewegte Geschichte. Im 15. Jahrhundert entwickelte sich Valencia zu einem bedeutenden Finanzzentrum und Mittelmeerhafen. Noch heute zeugen prachtvolle Bauwerke und Plätze von der Blütezeit der Stadt. Die Altstadt begeistert mit der gotischen Seidenbörse „La Lonja de la Seda“, dem Wassergericht auf der Plaza de la Virgen sowie der imposanten Markthalle im Jugendstil. Auch die Kathedrale mit ihrem „Heiligen Kelch“ und die Basilica de la Virgen de los Desamparados sind bedeutende religiöse und kulturelle Sehenswürdigkeiten.Einblicke in das aristokratische Leben des 18. Jahrhunderts erhält man im Palast Marqués de Dos Aguas mit dem Nationalmuseum für Keramik. Entspannung und Freizeitmöglichkeiten bietet der sieben Kilometer lange Turia-Park, der sich durch das Stadtgebiet zieht. Im Anschluss daran lädt die futuristische „Stadt der Künste und Wissenschaften“ mit interaktivem Museum, Planetarium und dem größten Aquarium Europas, dem Oceanográfic, zu einem Besuch ein. Hier sind verschiedene Meeresökosysteme aus aller Welt eindrucksvoll in Szene gesetzt.
Cádiz erstreckt sich auf einer schmalen Landzunge im Süden Spaniens und gehört zu den ältesten Städten Westeuropas. Rund 120.000 Menschen leben in der von Wasser umgebenen Altstadt, deren Gassen, Plätze und Viertel wie El Pópulo, La Viña und Santa María eine lange Geschichte spürbar machen. Die phönizische Gründung reicht über 800 Jahre v. Chr. zurück. Der Name verweist auf ihre frühe Rolle als Festung und Handelsplatz. Das römische Theater zählt zu den ältesten auf der Iberischen Halbinsel und kann in Teilen besichtigt werden. In der Zeit der spanischen Silberflotten war Cádiz einer der bedeutendsten Häfen Europas. Auch Kolumbus stach von hier aus 1493 erneut in See.Die Kathedrale mit ihrer goldgelben Kuppel wurde ab dem 18. Jh. auf Grundmauern aus dem 13. Jh. errichtet und verbindet Formen und Details aus Barock, Rokoko und Klassizismus. Das Castillo de San Sebastián steht auf einer kleinen Insel am Ende eines Wellenbrechers. Einen weiten Blick über die Stadt bietet der Torre Tavira mit seiner Camera Obscura. Auf dem palmengesäumten Plaza de San Juan de Dios steht das klassizistische Rathaus. Das Museo de Cádiz am ruhigen Plaza de Mina zeigt archäologische Funde, Malerei und Tía-Norica-Puppen, die für den Karneval in Cádiz typisch sind. Im nahegelegenen Parque Genovés wechseln sich schmale Wege, Wasserbecken und hohe Palmen ab.
Lissabon liegt an der Mündung des Tejo in den Atlantik und erstreckt sich über sieben Hügel. Die Hafenstadt war bereits phönizisch, wurde 1256 Hauptstadt Portugals und erlebte um 1500 eine Blüte als Zentrum des Welthandels. Gold- und Diamantenfunde in Brasilien brachten im 17. Jahrhundert neuen Wohlstand. Das Erdbeben von 1755 zerstörte große Teile der Stadt. Der Wiederaufbau prägte das Bild der Unterstadt Baixa mit ihren breiten, rechtwinkligen Straßen rund um die Rua Augusta. Die Burg São Jorge entstand vor dem 11. Jahrhundert und wurde später mehrfach ausgebaut. Auch Reste römischer Bauten sind auf ihrem Gelände erhalten.Das Wahrzeichen Lissabons, der Torre de Belém, diente Seefahrern als Orientierungspunkt bei der Ankunft. Der Turm ist über eine Brücke zugänglich. In direkter Nähe befindet sich das Mosteiro dos Jerónimos, ein Kloster mit aufwendiger Steinmetzkunst, Fresken und dem Grab von Vasco da Gama. Hier befinden sich auch das Archäologische Museum und das Marinemuseum. Die historische Tramlinie 28 durchquert die Altstadt mit Fliesenfassaden, vorbei an der Basílica da Estrela und der Kathedrale Sé. Am Praça de D. Pedro IV, dem Rossio, steht eine Bronzestatue des Königs. Südlich der Altstadt überspannt die Brücke des 25. April den Tejo. Gleich daneben erhebt sich die Cristo-Rei-Statue mit weitem Blick über Fluss, Stadt und Meer. Sie wurde nach dem berühmten brasilianischen Vorbild erbaut und zählt mit ihrer 82 Meter hohen Plattform zu einem der beliebtesten Aussichtspunkte Lissabons.