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Barcelona ist als zweitgrößte Stadt Spaniens auch die Hauptstadt Kataloniens. Von den Kathargern oder Römern in vorchristlicher Zeit gegründet, wurde Barcelona jm 5. Jahrhundert n. Chr. Hauptstadt des Westgotischen Reiches. Im Jahr 801 wurde Barcelona unter Kaiser Karl dem Großen Teil des Frankenreiches – als Hauptstadt der Spanischen Mark. Im Zuge der Industrialisierung erlebte Barcelona Mitte des 19. Jahrhunderts als bedeutendste Industriestadt Spaniens einen großen Aufschwung. Völlig neue Attraktivität erlangte die katalonische Hauptstadt im Zuge der Vorbereitung zu den Olympischen Spielen im Jahre 1992.Die Sagrada Familia erhebt sich weithin sichtbar über dem Stadtteil Eixample. Der Bau der Basilika nach Plänen von Antoni Gaudí begann 1882 und ist bis heute nicht vollendet. Auch der Park Güell mit seiner berühmten Sitzbank und der Salamander-Fontäne wurde von Gaudí gestaltet. Eine weitere Aussicht bietet der Montjuïc mit dem Castell und dem Militärmuseum. Die Rambla verbindet den Plaça de Catalunya mit dem Hafen und ist von Straßenkünstlern, Läden und dem Markt La Boquería geprägt. Im gotischen Viertel stehen mittelalterliche Gebäude wie die Kathedrale der heiligen Eulàlia und die Plaça del Rei. Das Museu d’Història de Barcelona zeigt Funde aus der Römerzeit. Im Viertel El Born trifft historische Bausubstanz auf zeitgenössische Kunst. Der Passeig de Gràcia führt zur von Gaudí entworfenen Casa Milà, deren organische Formen sie unverwechselbar machen.
Cannes liegt an der Côte d’Azur und zählt rund 75.000 Einwohner. Im Osten erstreckt sich das Esterel-Gebirge mit seinen roten Vulkanfelsen, im Norden ragen die Ausläufer der Seealpen empor. Die Stadt entwickelte sich aus einem kleinen Fischerdorf und ist heute ein international bekannter Badeort. Die Ursprünge reichen ins Mittelalter zurück. Im Jahr 1815 lagerte Napoleon auf seinem Rückweg von Elba nahe der Stadt. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts ließen sich europäische Adelige in Cannes nieder, allen voran der britische Politiker Henry Brougham, der den Ausbau der Stadt prägte.Der Boulevard de la Croisette verläuft auf zwei Kilometern entlang der Bucht und verbindet den alten Hafen mit dem Pointe Croisette. Neben eleganten Hotels und Parks liegen hier das Festivalpalais sowie Boutiquen, Kasinos und Galerien. Oberhalb des Hafens befindet sich die Altstadt Le Suquet mit engen Gassen und der Kirche Notre-Dame de l’Espérance aus dem 17. Jahrhundert. Die Villa Rothschild, die russisch-orthodoxe Kirche St. Michael und das Musée de la Castre im alten Schloss dokumentieren den Wandel zur mondänen Stadt. Vom Hafen starten Fähren zu den Îles de Lérins, darunter zur von Mönchen bewohnten Insel Saint-Honorat und zur Festung auf Sainte-Marguerite mit dem Musée de la Mer.
Die einstige genuesische Verteidigungsfestung Castello San Giorgio ist mit ihren Grundmauern aus dem 12. Jahrhundert das älteste Bauwerk des Ortes. Im Innern des Kastells befindet sich das Archäologische Museum mit Ausgrabungen aus prähistorischer Zeit. In der nach dem Zweiten Weltkrieg wiedererrichteten Kirche Santa Maria Assunta ist eine Terrakottaskulptur von Andrea della Robbia, einem toskanischen Renaissancekünstler, zu bewundern. Sehenswert sind auch die Wallfahrtskirche Chiesa Santa Maria della Neve mit Stilelementen aus Romanik und Renaissance sowie die auf einem Hügel thronende moderne Kirche Cristo Re die Secoli mit dem Bischofssitz.
Im zentralen Prione-Viertel lädt die Fußgängerzone Via Prione zum Einkaufsbummel ein. Unter Palmen kann man in den Parkanlagen am Hafen und entlang imposanter Paläste in der Viale Italia spazieren. Zu den beliebtesten Attraktionen in La Spezia zählen auch das Museo Amadeo Lia mit bedeutenden Gemälden aus der Renaissance und dem Barock sowie das Marinetechnikmuseum mit historischen Schiffsmodelle, Seekarten und nautischen Geräten. Das Siegelmuseum zeigt historische Stempel und Siegel von der Bronzezeit bis in die Epoche des Jugendstils. Wer sich für zeitgenössische Kunst interessiert, steuert am besten das CAMeC mit Werken von Künstlern wie Kandinsky und Vasarely an. Von La Spezia bietet sich ein Ausflug zu den Cinque Terre an. Die über einen langen Wanderweg entlang der Küste miteinander verbundenen fünf Ortschaften wurden 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.
Civitavecchia liegt rund 70 Kilometer nordwestlich von Rom an der tyrrhenischen Küste und zählt etwa 50.000 Einwohner. Die Stadt ist als bedeutender Hafen bekannt und wird regelmäßig von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Ihre Ursprünge reichen bis in die etruskische Zeit zurück, der Hafen selbst geht auf einen Ausbau unter Kaiser Trajan im frühen 2. Jahrhundert n. Chr. zurück. Die heutige Bezeichnung, „alte Stadt“, erinnert an die Wiederbesiedlung nach den Zerstörungen durch Sarazenen im 9. Jahrhundert. Das Stadtgebiet erstreckt sich entlang der antiken Via Aurelia, zwischen den Flüssen Marangone und Mignone.Ziel vieler Landausflüge ist Rom, das sich mit zahlreichen herausragenden Bauwerken präsentiert. Der Petersdom mit der Kuppel Michelangelos, die Sixtinische Kapelle mit Fresken von Botticelli und Michelangelo, das Forum Romanum, das Kolosseum, die Spanische Treppe, der Pantheon und der Trevi-Brunnen gehören zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Europas. Wer sich auf eine der antiken oder barocken Routen durch die Stadt begibt, erhält einen umfassenden Eindruck von der geschichtlichen Tiefe der italienischen Hauptstadt. Für eine ruhigere Alternative bietet sich ein Abstecher ins nahegelegene Tarquinia an. Dort lassen sich etruskische Grabanlagen und das Museo Nazionale Tarquiniense besichtigen.
Mallorca, die größte der Baleareninseln, wurde bereits vor rund 6.000 Jahren besiedelt und stand in der Antike unter dem Einfluss Karthagos und später Roms. Die arabische Herrschaft ab 903 prägte Sprache, Landwirtschaft und Architektur, bevor die Insel ins christliche Königreich eingegliedert wurde. Hauptstadt ist Palma de Mallorca, in der etwa die Hälfte der Inselbevölkerung lebt. Die weithin sichtbare Kathedrale „La Seu“ prägt das Stadtbild seit dem späten 16. Jahrhundert. Ihr Bau vereint gotische, barocke und klassizistische Elemente. Nebenan steht der Königspalast, der dem spanischen Monarchen als Residenz dient.
Über der Stadt erhebt sich das kreisrunde Castell de Bellver aus dem 14. Jahrhundert, in dem romanische und gotische Formen zusammentreffen. Palma bietet zudem das Museum Es Baluard für zeitgenössische Kunst sowie die Stiftung Fundació Pilar i Joan Miró im Vorort Cala Major mit Atelier und Werken des Künstlers. Beliebt sind Ausflüge mit dem Tren de Sóller von Palma ins Tramuntana-Gebirge oder mit der historischen Straßenbahn weiter bis Port de Sóller. Die Strände der Umgebung, darunter der weitläufige Playa de Palma, bieten Gelegenheit zu Spaziergängen am Meer.