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Bis zum Ende des 18. Jahrhundert gehörte Monfalcone zu Venedig, dann zählte die Stadt fast durchgängig bis 1918 zum Habsburger Reich. Die ersten Werften, die sich in Monfalcone niedergelassen hatten, wurden im Ersten Weltkrieg zerstört und anschließend wieder aufgebaut. Auch der Zweite Weltkrieg trug dazu bei, dass Monfalcone keine bedeutende Altstadt hat. Das Zentrum erstreckt sich rund um den Platz der Republik. Einige Kirchen sind sehenswert, vor allem der Dom von Sant’Ambrogio, der in Form einer Basilika erbaut wurde. Villen und Thermen aus römischer Zeit bilden die antiken Fundstätten, die in der Stadt besichtigt werden können.
In der Karstlandschaft nahe dem Stadtgebiet gibt es zahlreiche Höhlen. In der mittelalterlichen Burganlage Rocca di Monfalcone befindet sich heute ein Museum, das über die geologischen Formationen und die Höhlenforschung in der Region informiert. Auch eine Schlossanlage südöstlich von Monfalcone geht auf das Mittelalter zurück. Es handelt sich um das Castello di Duino, das durch das lyrische Werk „Duineser Elegien“ von Rainer Maria Rilke in die Literaturgeschichte einging. Das Schloss in traumhafter Lage hoch über dem Golf von Triest zog in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts Künstler und Literaten an. In direkter Nachbarschaft zum Schloss befindet sich eine pittoreske Burgruine, um die ein Weg führt, der herrliche Ausblicke auf das Meer eröffnet.
Palermo mit rund 700.000 Einwohnern liegt an der Nordküste Siziliens zwischen Monte Pellegrino und Monte Catalfano in einer fruchtbaren Ebene, die einst von Arabern mit Zitrusgärten geprägt wurde. Die Stadt wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. von Phöniziern gegründet und entwickelte sich unter Karthagern, Römern, Arabern und Normannen zu einem wichtigen Handels- und Kulturzentrum. Aus der normannischen Zeit stammen bedeutende Bauwerke wie der Normannenpalast, heute Sitz des sizilianischen Parlaments, sowie die Paläste La Zisa und La Cuba.Im Herzen der Altstadt liegt der Platz Quattro Canti, umgeben von vier barocken Palästen mit Brunnen und Statuen. Nahebei steht die Fontana Pretoria mit ihren reich verzierten Marmorskulpturen. Die Kathedrale von Palermo, Ende des 12. Jahrhunderts erbaut und später mehrfach umgestaltet, trägt heute eine markante Barockkuppel. Das neoklassizistische Teatro Politeama prägt die Piazza Ruggero Settimo, während die Fontana del Genio auf der Piazza della Rivoluzione zu den Wahrzeichen der Stadt zählt. Der Botanische Garten von 1779 beeindruckt mit reicher Pflanzenvielfalt. Museen wie das Archäologische Regionalmuseum oder die Galleria Regionale della Sicilia geben Einblicke in Palermos lange Geschichte und Kunsttradition.
Arrecife liegt an der Ostküste Lanzarotes und ist mit rund 60.000 Einwohnern die größte Stadt der Insel. Sie entstand aus einem kleinen Fischerdorf, dessen Boote sich einst hinter schwarzen Lavafelsen – den „arrecifes“ – vor Piraten versteckten. Heute ist Arrecife das politische und wirtschaftliche Zentrum der Insel. Schon im 15. Jahrhundert wurde der Ort als Zwischenstation im Handel zwischen Europa und Amerika genutzt, was zur Errichtung mehrerer Festungen führte. Zwei davon sind heute bedeutende Sehenswürdigkeiten.
Das Castillo de San Gabriel liegt auf einer kleinen vorgelagerten Insel und ist über eine Brücke zu Fuß erreichbar. Im Inneren befindet sich ein ethnografisches Museum. Das etwas höher gelegene Castillo de San José wurde im 18. Jahrhundert errichtet und in den 1970er-Jahren durch den Künstler César Manrique zum Museum für zeitgenössische Kunst umgestaltet. Auch der Stadtkern bietet interessante Bauwerke, darunter die Kirche San Ginés mit barocken und klassizistischen Elementen. Die Fußgängerzone Calle Real lädt zum Bummeln ein, der nahegelegene Park José Ramirez Cerda bietet Meerblick. Wer Arrecife auf einem Landausflug erkundet, trifft auf eine Mischung aus maritimer Vergangenheit, städtischem Leben und kunstvoller Gestaltung.
In der Unterstadt lädt der Mercado Modelo zu einem Bummel durch Marktstände mit Kunsthandwerk ein. Entlang der Küste liegen zahlreiche Strände, besonders bekannt ist der Praia Farol da Barra mit seinem Leuchtturm. Ein kultureller Höhepunkt ist die ehemalige Zuckermühle Quinta do Unhão. In dem Gebäudeensemble befinden sich ein Museum für moderne Kunst und ein Restaurant mit Blick aufs Meer. Das Kunstmuseum von Bahia zeigt Werke zur Geschichte und Kultur der Region. Afro-brasilianische Einflüsse prägen die Küche und Musik der Stadt.
Rio de Janeiro liegt an der Guanabara-Bucht im Südosten des Landes. Der Name bedeutet „Fluss des Januars“ nach Gaspar de Lemos, der die Bucht am 1. Januar 1502 entdeckte und sie irrtümlich für die Mündung eines großen Flusses hielt. Das zuvor von Portugiesen und Franzosen besiedelte Gebiet wurde 1680 zur Hauptstadt der südlichen Regionen Brasiliens erklärt und blieb es bis 1960. Heute hat Brasília diese Funktion, aber Rio de Janeiro ist weiterhin nach São Paulo das bedeutendste Handels- und Finanzzentrum des Landes. Die Goldfunde in der benachbarten Region Minas Gerais ermöglichte Rio de Janeiro den Aufstieg zur wichtigsten Hafenstadt Brasiliens. Das Wahrzeichen der Stadt sind der Zuckerhut genannte Granithügel und die 38 Meter hohe Christusfigur auf dem Gipfel des Corcovado, außerdem ist die Stadt durch den Karneval von Rio bekannt mit der farbenfrohen Parade der Sambaschulen.Am Plaza Independencia treffen sich Alt- und Neustadt. Hier befinden sich das historische Stadttor Puerta de la Ciudadela, das Mausoleum für José Artigas und das sachlich gestaltete Rathaus mit Aussichtsterrasse. Die Avenida 18 de Julio führt zum 40 Meter hohen Obelisken von 1938, der der ersten Verfassung Uruguays gewidmet ist. In der Nähe liegt das Museo del Gaucho sowie das berühmte Estadio Centenario, Austragungsort der ersten Fußballweltmeisterschaft 1930. Ein beliebter Treffpunkt ist der Mercado del Puerto mit traditionellen Steakhäusern. Entspannung bietet die 22 Kilometer lange Uferpromenade La Rambla mit Blick auf den Strand Playa de los Pocitos.