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Civitavecchia liegt rund 70 Kilometer nordwestlich von Rom an der tyrrhenischen Küste und zählt etwa 50.000 Einwohner. Die Stadt ist als bedeutender Hafen bekannt und wird regelmäßig von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Ihre Ursprünge reichen bis in die etruskische Zeit zurück, der Hafen selbst geht auf einen Ausbau unter Kaiser Trajan im frühen 2. Jahrhundert n. Chr. zurück. Die heutige Bezeichnung, „alte Stadt“, erinnert an die Wiederbesiedlung nach den Zerstörungen durch Sarazenen im 9. Jahrhundert. Das Stadtgebiet erstreckt sich entlang der antiken Via Aurelia, zwischen den Flüssen Marangone und Mignone.Ziel vieler Landausflüge ist Rom, das sich mit zahlreichen herausragenden Bauwerken präsentiert. Der Petersdom mit der Kuppel Michelangelos, die Sixtinische Kapelle mit Fresken von Botticelli und Michelangelo, das Forum Romanum, das Kolosseum, die Spanische Treppe, der Pantheon und der Trevi-Brunnen gehören zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Europas. Wer sich auf eine der antiken oder barocken Routen durch die Stadt begibt, erhält einen umfassenden Eindruck von der geschichtlichen Tiefe der italienischen Hauptstadt. Für eine ruhigere Alternative bietet sich ein Abstecher ins nahegelegene Tarquinia an. Dort lassen sich etruskische Grabanlagen und das Museo Nazionale Tarquiniense besichtigen.
Messina an der nordöstlichen Spitze Siziliens gilt als „Tor Siziliens“ und liegt direkt an der schmalen Meerenge, die die Insel vom italienischen Festland trennt. Die Stadt, im 8. Jh. v. Chr. als Zankle gegründet, erhielt im 5. Jh. ihren heutigen Namen. Im Mittelalter war sie bedeutender Handelsplatz und zeitweise Hauptstadt des Regno di Sicilia. Erdbeben prägten die Geschichte, zuletzt zerstörte das Beben von 1783 viele Bauten.Zentrum ist die Piazza del Duomo mit der Cattedrale di S. Maria Assunta. Ihr freistehender Glockenturm beherbergt die größte mechanische Uhr der Welt. Auf dem Platz steht der Orionbrunnen von Giovanni Angelo Montorsoli, der auch die Fontana del Nettuno schuf. Sehenswert sind zudem die Kirchen Madonna delle Grazie und Santissima Annunziata dei Catalani mit byzantinisch-arabischen Elementen. Von der Kuppel der Chiesa Cristo Re aus bietet sich ein weiter Blick über Stadt und Hafen. Palazzi wie der Palazzo Zanca oder der „Löwenpalast“ prägen das Bild. Am Hafen locken die Festung Forte del Santissimo Salvatore und die Statue der Santa Maria della Lettera, während die Via Garibaldi zum Bummeln einlädt.
Rhodos, größte Insel der südlichen Ägäis, empfängt ihre Besucher mit einer abwechslungsreichen Landschaft aus schroffen Bergen, langen Stränden und reicher Vegetation. In der Hauptstadt, in der rund 50.000 Menschen leben, treffen zwei Welten aufeinander: die moderne Neustadt und die vollständig ummauerte Altstadt, seit 1988 UNESCO-Weltkulturerbe. Die Geschichte der Insel reicht bis in die frühe Antike zurück, als Rhodos durch seine Lage und seine Häfen zu einem bedeutenden Handelszentrum aufstieg. Berühmt wurde es für den Koloss von Rhodos, eines der sieben Weltwunder, der im 3. Jahrhundert v. Chr. bei einem Erdbeben zerstört wurde.Die Altstadt gliedert sich in einen oberen Teil aus der Ritterzeit mit Großmeisterpalast, Hospital und der von steinernen Fassaden gesäumten Ritterstraße, sowie einen unteren Teil, in dem mittelalterliche Bauwerke neben Moscheen und Bädern aus der türkischen Herrschaftszeit stehen. Der Großmeisterpalast, im 14. Jahrhundert errichtet, bietet neben seiner eindrucksvollen Architektur auch Ausstellungsräume. Im ehemaligen Hospital zeigt das Archäologische Museum Funde aus allen Epochen der Inselgeschichte. Oberhalb der Stadt liegt der Monte Smith mit der Akropolis von Rhodos. Zwischen Säulenresten, Tempeln, Stadion und Odeon bietet sich ein weiter Blick auf die Küste. Kleine Cafés, verwinkelte Gassen und autofreie Straßen laden in der Altstadt zum Flanieren ein, während die von Mauern umgebene Silhouette schon vom Meer aus ein markantes Bild abgibt.
Haifa liegt am Berghang des Karmel und ist heute die flächenmäßig größte Stadt Israels. Archäologische Spuren belegen Siedlungen seit der Bronzezeit, im 2. Jahrhundert n. Chr. wird der Name Haifa erstmals in einer Talmudschrift erwähnt. Nach schweren Zerstörungen durch christliche Kreuzfahrer entwickelte sich der Ort erst im 18. Jahrhundert wieder zu einer befestigten Siedlung mit Hafen. Wichtige Impulse brachte ab 1869 die Gründung der „Deutschen Kolonie“ durch Siedler aus Süddeutschland, die Haifa zu einem Ziel für christliche Pilger machten.Haifa gliedert sich in Unterstadt, mittlere Stadt und Oberstadt. In der Unterstadt nahe dem Hafen befinden sich Industrieanlagen, Wohnviertel und Märkte. Die mittlere Stadt ist Geschäfts- und Verwaltungszentrum, während die Oberstadt mit Hotels, Parks und kulturellen Einrichtungen lockt. Ein beliebter Spazierweg ist die Louis Promenade, die einen weiten Blick über die Bucht eröffnet und zu den Hängenden Gärten der Bahai führt. Diese terrassenförmige Anlage mit dem goldenen Schrein des Bab gehört seit 2008 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Am Fuße der Gärten liegt die German Colony mit restaurierten Häusern, Geschäften und der Ben-Gurion-Avenue als Flaniermeile. Am südlichen Stadtrand steht das Karmelitenkloster Stella Maris mit der Elija-Höhle, von dessen Anhöhe man über Bucht und Stadt blickt. Unweit davon markiert der Stella-Maris-Leuchtturm den westlichen Ausläufer des Karmel.
Heraklion liegt an der nördlichen Küste von Kreta, ist die Hauptstadt und zugleich größte Stadt der Insel. Schon im Altertum war der Hafen attraktiv und die Siedlung hoch entwickelt, wie der Palast von Knossos zeigt, der aus der minoischen Zeit stammt. Seine Ruinen bieten sich noch heute für den kulturinteressierten Besucher zu einem Ausflug an, ihre roten Säulen sind Wahrzeichen Kretas. Zahlreiche Funde aus dieser und anderen Epochen des Altertums sind im archäologischen Museum ausgestellt. Heute wird die Kulisse der Küste durch die Festung Koules aus dem 16. Jh. geprägt, die wie die Altstadt ihre venezianischen Einflüsse verrät. Ihre Herzstadt ist der Morizinibrunnen, auch als Löwenbrunnen bekannt. Sehenswert sind auch die historische Stadtbibliothek “Vikelea” und der Stadtmarkt. Der Hafen von Heraklion verbindet einige Inseln mit dem Festland, wie die Insel Korfu und die Kykldeninseln wie z. B. Ios, Mykonos, Paros oder Santorini.