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Athen und der nahe Hafen Piräus bilden heute einen fast durchgängig bebauten Großraum mit rund 3,5 Millionen Einwohnern. Die Stadt, benannt nach der Göttin der Weisheit, ist für ihre Akropolis bekannt, die seit 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt und über 150 Meter hoch das Stadtbild prägt. Einen besonders eindrucksvollen Blick darauf bietet die antike Agora, einst politisches Zentrum Athens. Dort sind bis heute bedeutende Bauwerke erhalten, darunter der Tempel der Athena, einer der besterhaltenen Griechenlands.Weitere Zeugnisse der Antike sind das Dionysostheater und das Panathinaiko-Stadion, Austragungsort der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1896. Die Altstadt Plaka mit schmalen Gassen, die Fußgängerzone Ermou und das elegante Viertel Kolonaki laden zum Bummeln ein. Das Archäologische Nationalmuseum zeigt rund 11.000 Objekte aus der griechischen Antike, während das Benaki Museum Kunst und Geschichte aller Epochen vereint. Im Herzen Athens liegt der Nationalgarten, der ehemalige Schlossgarten, mit schattigen Wegen, Blumenbeeten, Wasseranlagen und dem Kongressgebäude Zappeion aus dem 19. Jahrhundert.
Bodrum liegt an der türkischen Ägäisküste, nahe der Einfahrt in den Golf von Gökova, und zählt rund 40.000 Einwohner. Die Stadt erstreckt sich an einer geschützten Bucht mit vorgelagerten Inseln und Halbinseln. Beim Einlaufen in den Hafen fällt sofort die Kreuzritterburg St. Peter ins Auge, die auf einer felsigen Landzunge über dem tiefblauen Meer steht. Weiß gekalkte Häuser, Palmen und enge Gassen prägen das Stadtbild, in dem sich mediterrane Leichtigkeit mit Spuren einer langen Geschichte verbindet.Im Altertum war Bodrum als Halikarnassos bekannt. Unter dem karischen König Mausolos entstand hier im 4. Jahrhundert v. Chr. das berühmte Mausoleum – ein Grabmal, das zu den sieben Weltwundern der Antike zählte. Die erhaltenen Fragmente wurden später von Kreuzrittern zum Bau der Festung verwendet. Heute beherbergt die Anlage das Museum für Unterwasserarchäologie mit Funden aus antiken Schiffswracks. Das römische Amphitheater, Reste antiker Stadtmauern und das Zeki-Müren-Museum im Haus des bekannten Sängers erinnern an verschiedene Epochen. Beliebte Strände wie Bitez oder Camel Beach liegen unweit des Stadtzentrums. Regionale Produkte und Gewürze werden auf Wochenmärkten angeboten, die Altstadt lädt mit kleinen Geschäften und Lokalen zum Flanieren ein.
Santorin gehört zu den Kykladen im Ägäischen Meer und umfasst neben der Hauptinsel Thira vier weitere Eilande. Die bis zu 300 Meter hohen Kraterwände sind das Ergebnis mehrerer Vulkanausbrüche, zuletzt vor rund 3.600 Jahren. Durch diesen entstand die sichelartige Form der Insel, deren weiß getünchte Häuser sich eindrucksvoll an die Steilküste schmiegen. Die Ausgrabungsstätten mit Funden aus der Bronzezeit und der minoischen Kultur, darunter farbige Wandmalereien, sind im Nomikos-Ausstellungszentrum, im Gyzi-Museum und im alten archäologischen Museum bei der Seilbahn in Fira zu sehen.Die Inselhauptstadt Fira liegt direkt am Kraterrand und besitzt mit der modernen griechisch-orthodoxen Kathedrale ein markantes Gotteshaus mit Kuppel, Arkadengang und Wandmalereien. Von hier erreicht man auch Imerovigli mit seinen Panoramablicken über die Caldera. Am südlichen Ende Santorins liegt Akrotiri mit dem Leuchtturm Faros. Die antike Stadt Alt-Thera auf dem Berg Mesa Vouno zeigt Überreste eines Theaters, des Apollon-Tempels und weiterer Bauten. Das Weinmuseum in Vothonas widmet sich der Geschichte des Weinbaus zwischen dem 17. und 20. Jahrhundert. Sehenswert sind auch die mittelbyzantinische Kirche Panagia Episkopi und die katholische Kathedrale „Ieros Naos Agiou Ioannou tou Baptistou“ in Fira.
Neapel am gleichnamigen Golf ist mit rund einer Million Einwohnern die drittgrößte Stadt Italiens und Zentrum Kampaniens. Gegründet um 500 v. Chr. von Griechen als „Nea polis“, entwickelte sie sich unter wechselnden Herrschaften zu einer der bedeutendsten Metropolen Europas. Die historische Altstadt, seit 1995 UNESCO-Weltkulturerbe, beeindruckt mit engen Gassen, Kirchen, Palästen und Plätzen wie der Piazza Bellini. In der Via San Gregorio Armeno fertigen Werkstätten Krippenfiguren, im Kloster Santa Chiara finden sich wertvolle Fresken.Oberhalb der Stadt locken das Castel Sant’Elmo und die Certosa di San Martino mit weitem Blick über den Golf und den Vesuv. Der Vulkan prägte die Geschichte nachhaltig: Sein Ausbruch 79 n. Chr. begrub Pompeji und Herculaneum, deren Ausgrabungen beliebte Ausflugsziele sind. Im Archäologischen Nationalmuseum werden viele Funde präsentiert, im Museum von Capodimonte Meisterwerke italienischer Kunst. Die Küste säumen Promenaden wie die Via Partenope mit dem Castel dell’Ovo. Einkaufsfreunde zieht es in die Via Toledo oder die Galleria Umberto I. Wer sich kulinarisch einstimmen möchte, kostet die echte Pizza Napoletana – mit dünnem, luftigem Boden und im Holzofen gebacken.
Civitavecchia liegt rund 70 Kilometer nordwestlich von Rom an der tyrrhenischen Küste und zählt etwa 50.000 Einwohner. Die Stadt ist als bedeutender Hafen bekannt und wird regelmäßig von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Ihre Ursprünge reichen bis in die etruskische Zeit zurück, der Hafen selbst geht auf einen Ausbau unter Kaiser Trajan im frühen 2. Jahrhundert n. Chr. zurück. Die heutige Bezeichnung, „alte Stadt“, erinnert an die Wiederbesiedlung nach den Zerstörungen durch Sarazenen im 9. Jahrhundert. Das Stadtgebiet erstreckt sich entlang der antiken Via Aurelia, zwischen den Flüssen Marangone und Mignone.Ziel vieler Landausflüge ist Rom, das sich mit zahlreichen herausragenden Bauwerken präsentiert. Der Petersdom mit der Kuppel Michelangelos, die Sixtinische Kapelle mit Fresken von Botticelli und Michelangelo, das Forum Romanum, das Kolosseum, die Spanische Treppe, der Pantheon und der Trevi-Brunnen gehören zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Europas. Wer sich auf eine der antiken oder barocken Routen durch die Stadt begibt, erhält einen umfassenden Eindruck von der geschichtlichen Tiefe der italienischen Hauptstadt. Für eine ruhigere Alternative bietet sich ein Abstecher ins nahegelegene Tarquinia an. Dort lassen sich etruskische Grabanlagen und das Museo Nazionale Tarquiniense besichtigen.