Kreuzfahrten Samos

Samos ist eine griechische Insel in der östlichen Ägäis. Sie ist der ionischen Küste Kleinasiens vorgelagert. Archäologische Funde weisen auf eine Besiedlung der Insel im Spätneolithikum (=Ende der Jungsteinzeit); bereits aus dem 3. Jtsd. v. Chr. stammt eine große Siedlung (Heraion) mit unterschiedlichen Architekturphasen, Befestigungsmauer und Bastion, die aber durch ein Erdbeben und Brand unterging. In der Antike hatte sich Samos als bedeutendes Zentrum für die Handelsseefahrt entwickelt. Unter Polykrates (532–522 v. Chr.) wurde auf Samos eine bedeutende Seeherrschaft gegründet, danach geriet sie wechselnd unter persische und dann wieder griechische Herrschaft, bis im 3. Jh. die Insel mit attischen Kleruchen (Ansiedler, die im Krieg erobertes Land vom Staat in einem Losverfahren erhielten) besiedelt wurde. Aus der Antike stammen auch die meisten Sehenswürdigkeiten, die die Insel heute noch zu bieten hat: Pythagorio ist die antike Stadt Samos mit antiken Stadtmauern und Hafenanlagen, die das Fundament der modernen Mole bilden, der Tunnel des Eupalinos zur verdeckten Wasserversorgung, das hellenistische Gymnasium mit den Resten des dazugehörigen Stadions und römische Thermen. In der Ebene vor der antiken Stadt liegt das der Göttin Hera geweihte Heiligtum Heraion, mit weitgehend erhaltenen Fundamenten und einer noch stehenden Säule, der sog. Rhoikos-Altar gilt als einer der bedeutendsten griechischen Altäre. Während der Ptolemäerzeit gehörte Samos zeitweilig zu Ägypten und wurde 84 v. Chr. mit der römischen Provinz Asien vereinigt. Dadurch wurde sie nach der Teilung Roms Teil des Oströmischen Reiches und nach Phasen genuesischer Kolonie fiel sie an das Osmanische Reich. Erst durch die Balkankriege 1913 wurde Samos wieder griechisch.


Kreuzfahrt-Suche
Unsere Partner