Kreuzfahrten Kochi

Kochi liegt im Süden Indiens, an einem Naturhafen der Malabarküste. Das Stadtgebiet erstreckt sich nicht nur über das Festland, sondern auch über mehrere der Küste vorgelagerte Inseln und Halbinseln. Kochi hat seinen Aufstieg als Hafen vermutlich der Zerstörung des Hafens der ca. 40 km entfernten antiken Stadt Muziris (heute Kodungallur) zu verdanken, der einer Flutkatastrophe im Jahre 1341 zum Opfer fiel. Zugleich schuf die Flut auch das Hafenbecken von Kochi. Die Stadt entwickelte sich zum bedeutendsten Hafen an der indischen Westküste für den Gewürzhandel mit China und dem Nahen Osten und ist es noch heute.1502 wurde die erste Handelsniederlassung von den Portugiesen gegründet und ein Jahr später errichteten sie die Festung Fort Manuel. Der berühmte Entdecker Vasco da Gama starb 1524 in Kochi und wurde dort auch begraben, 1539 wurde sein Leichnam nach Lissabon überführt. Unter der niederländischen Herrschaft liegt die Blütezeit der Stadt als Teil der Niederländischen Ostindien-Kompanie. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört im Fort Kochi die Franziskanerkirche, die die älteste von Europäern erbaute Kirche Indiens ist und in der Vasco da Gama seine erste Ruhestätte bekam. An der Nordspitze der Halbinsel Fort Kochi befinden sich an schweren Holzkonstruktionen die berühmten Chinesischen Fischernetze, die schon im 13. Jh. durch chinesische Kaufleute eingeführt worden sein sollen. Im Stadtteil Mattancherry liegt ein in der Mitte des 16. Jh. von den Portugiesen erbauter Palast, der dem damaligen Raja von Kochin als Geschenk übergeben wurde, der den Portugiesen weitreichende Handelsprivilegien gewährte. Im jüdischen Viertel steht eine 1568 errichtete Synagoge, deren Inneres zum Teil mit chinesischen Fußbodenkacheln ausgeschmückt wurde.


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