Kreuzfahrten Ho-Chi-Minh-Stadt

Ho-Chi-Minh-Stadt ist auch bekannt unter ihrem alten Namen Saigon und liegt etwas nördlich des Mekong-Deltas auf dem Westufer des Saigon-Flusses. Bis 1975 war sie Hauptstadt Vietnams. Umbenannt wurde sie 1976, nach der Wiedervereinigung Nord- und Südvietnams, nach Ho Chi Minh, der 1945 die Demokratische Republik Vietnam proklamierte und als Staats- und Ministerpräsident führte. Der bekannteste Bezirk der riesigen Stadt ist Cholon, früher eine eigene Stadt, jedoch vor allem durch den hohen Zuzug von Flüchtlingen mit dem früheren Saigon verschmolzen. Um 1900 war Cholon für den Opiumhandel und -konsum berüchtigt. Sie wird vor allem von Chinesen bewohnt, daher ist das Viertel von chinesischen Apotheken, Restaurants und Geschäften bestimmt. Die Einwanderer aus verschiedenen Regionen Südchinas haben ihre Dialekte und Traditionen beibehalten, daher gibt es eigene Tempel für diejenigen, die aus Chaozhou abstammen, und eigene Tempel für jene aus Guangzhou. Besonders sehenswert sind die Tempel Cholons wie der Tempel der Göttin der Barmherzigkeit. Im Zentrum der Haupthalle befindet sich die heilige Mutter und himmlische Kaiserin A Pho hinter einem Altar, der dahinter liegende Hof zeigt zahlreiche Gottheiten und ist ein Anziehungspunkt für viele Gläubige. Interessant ist auch der Thien-Hau-Tempel in der Nguyen Trai, der vor allem von einheimischen Frauen aufgesucht wird, um Me Sanh, der Göttin der Fruchtbarkeit, und Long Mau, der Göttin der Mütter und Neugeborenen, Opfergaben darzubringen. Die kantonesischen Einwanderer erbauten den Tempel Mitte des 19. Jh. und benannten ihn nach Thien Hau, der Beschützerin der Seefahrer. Auf dem Dach des Tempels befinden sich zahlreiche Figuren.


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