Hafenstopp in Calvörde

Calvörde: die Stadt an der Furt

Die Gemeinde Calvörde befindet sich mit rund 3.500 Einwohnern in direkter Lage an dem Fluss Ohre und dem Mittellandkanal, etwa auf halbem Weg zwischen Magdeburg und Wolfsburg. Unter anderem führen mit Kanälen kombinierte Flusskreuzfahrten von Nicko Cruises über Calvörde.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Calvörde 1196. Der Ortsname wird aus dem Mittelniederdeutschen hergeleitet. Für das „Cal“ gibt es verschiedene Herleitungen, was jedoch das „vörde“ betrifft, ist man sich einig, dass es auf das mittelniederdeutsche Wort für Furt zurückgeht. Die Ohre-Furt bescherte Calvörde schon im 12. Jahrhundert eine günstige Lage an wichtigen Handelswegen zwischen Braunschweig, Magdeburg und Leipzig. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts gab es hier bereits eine Burg, die ihre Blütezeit von 1608 bis 1615 erlebte, als Herzog Joachim Karl von Braunschweig-Wolfenbüttel seine Hofhaltung nach Calvörde verlegte. Nach einem Ausbau zur Festung verfiel die Burg seit dem 18. Jahrhundert zusehends, weil sie keine strategische Wichtigkeit hatte. Heute ist nur noch ein kleiner, mittlerweile eingebauter Rest der ehemaligen Burg zu erkennen.

Schloss und Naturschutzgebiet: Highlights von Calvörde

Zu den sehenswerten Gebäuden der Gemeinde Calvörde zählt das Schloss Dorst, das 1922 in einer eigenwilligen Mischung aus Neo-Gotik, Neo-Klassizismus, Neuer Sachlichkeit und Expressionismus entstand. Der trutzige Klinkerbau besitzt zwei Rundtürme, auffälligen Figurenschmuck und eine imposante Freitreppe. Ein fünf Hektar großer Gutspark gehört zum Anwesen. Die Hauptkirche von Calvörde, die evangelische St.-Georgs-Kirche, stammt aus dem Jahr 1729 und besitzt eine barocke Orgel und viele alte Grabinschriften. Die älteste Fachwerkkirche der Gemeinde ist die St.-Anna-Kirche. Die 1669 gegründete Löwen-Apotheke in der Geschwister-Scholl-Straße gehört zu den ältesten Apotheken des Landkreises.

Besucher von Calvörde, darunter viele Wochenendausflügler, zieht es zumeist in den Naturpark Drömling. Seit 2019 ist das Niederungsgebiet an der Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen ein nationales Biosphärenreservat, das zu ausgedehnten Radtouren einlädt.


Die Urheber weiterer Fotos in den wechselnden Angebotsteasern sind im Fotoverzeichnis des Impressums genannt.

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